
Das US-Finanzministerium hat seinen ersten Regelsatz zur Umsetzung des GENIUS Act vorgeschlagen und eine 60-tägige öffentliche Konsultationsphase eröffnet, um festzulegen, wie die Stablecoin-Aufsicht auf staatlicher Ebene gehandhabt werden kann.
Gemäß dem Vorschlag können Emittenten mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Stablecoins im Umlauf unter staatlicher Aufsicht operieren, vorausgesetzt, diese Rahmenbedingungen erfüllen einen „weitgehend ähnlichen“ Standard wie die Bundesvorschriften.
Der Vorschlag zielt darauf ab zu klären, wie die regulatorischen Verantwortlichkeiten aufgeteilt werden, wenn die Regulierung Gestalt annimmt.
Stablecoin-Emittenten mit weniger als 10 Milliarden US-Dollar im Umlauf sind für diesen Weg berechtigt, obwohl die Flexibilität mit strengen Leitplanken verbunden ist. Das Finanzministerium hat unumstößliche Bedingungen festgelegt, einschließlich einer vollständigen 1:1-Reservedeckung mittels Bargeld oder hochwertiger liquider Vermögenswerte sowie obligatorischer monatlicher Offenlegungen.
Die Einhaltung der bundesstaatlichen Anti-Geldwäsche- und Sanktionsvorschriften bleibt in allen Jurisdiktionen zwingend. Der Vorschlag bekräftigt auch ein Verbot der Rehypothekarisierung, das Emittenten daran hindert, Reserven zur Deckung mehrerer Verpflichtungen wiederzuverwenden.
Gleichzeitig erhalten die staatlichen Regulierungsbehörden Spielraum, strengere Aufsichtsmaßnahmen zu ergreifen, die Liquiditätsschwellen, Reserveanforderungen, Risikomanagementstandards und Durchsetzungsmechanismen umfassen. Jeder auf staatlicher Ebene eingeführte Rahmen muss Ergebnisse liefern, die den bundesstaatlichen Schutzmaßnahmen entsprechen oder diese übertreffen, anstatt eine leichtere Alternative anzubieten.
Die Regulierungsbehörden arbeiten noch daran, wie der GENIUS-Rahmen mit bestehenden Geldtransfergesetzen in Einklang gebracht wird und welche Behörden verschiedene Teile des Marktes überwachen werden. Frühere Konsultationen haben bereits Bereiche wie digitale Forensik-Tools, Steuerberichterstattung und Datenerfassung behandelt.
Wie bereits von crypto.news berichtet, markierte die im Juli von Präsident Donald Trump unterzeichnete Gesetzgebung einen wichtigen Schritt zur Formalisierung der Stablecoin-Regulierung.
Die Unsicherheit bezüglich zinstragender Stablecoins bremst jedoch weiterhin den Fortschritt bei dem umfassenderen CLARITY-Gesetzesentwurf zur Marktstruktur.
Einige Akteure der Branche argumentieren, dass renditestarke Stablecoins höhere Renditen als traditionelle Sparkonten bieten könnten, während Bankengruppen weiterhin Bedenken hinsichtlich potenzieller Einlagenabflüsse haben.