
Die Ethereum Foundation hat nun eine Online-Plattform gestartet, um den vielbeachteten Übergang des Netzwerks zur Post-Quanten-Kryptographie (PQ) zu verfolgen.
Das neue Portal bündelt über acht Jahre Forschung und Entwicklung.
Forscher gehen davon aus, dass ein kryptographisch relevanter Quantencomputer heute keine unmittelbare Bedrohung darstellt, doch die Foundation betonte, dass die Migration eines dezentralen globalen Protokolls Jahre der Koordination erfordert.
Daher ist der neue Hub darauf ausgelegt, diesen Übergang als schrittweises Upgrade zu behandeln.
Die Post-Quanten-Initiative umfasst mehrere Schichten. Die Ausführungsschicht konzentriert sich darauf, Benutzern den Übergang zu einer quantensicheren Authentifizierung zu ermöglichen, ohne das Netzwerk zu stören. Dies beinhaltet die Standardisierung der Post-Quanten-Signaturprüfung. Die Konsensschicht plant, das aktuelle Validator-Signaturschema (BLS) durch Hash-basierte Post-Quanten-Alternativen, speziell leanXMSS, zu ersetzen.
Schließlich wird sich die Datenschicht auf die Sicherstellung der Datenverfügbarkeit mit Post-Quanten-Kryptographie konzentrieren, wobei der Schwerpunkt auf der Handhabung von „PQ-Blobs“ liegt.
Die Quantensicherung von Ethereum hat sich nun zu einer teamübergreifenden Open-Source-Anstrengung entwickelt.
Laut der Foundation bauen und implementieren bereits mehr als 10 Client-Teams wöchentlich Entwickler-Netzwerke durch PQ-Interop-Initiativen.
Die neue Website enthält die vollständige technische Roadmap, Open-Source-Repositories, Spezifikationen, wissenschaftliche Arbeiten und EIPs (Ethereum Improvement Proposals), eine detaillierte FAQ mit 14 Fragen, die Bedrohungsmodelle, wirtschaftliche Abwägungen und Risikobewertungen behandeln, und so weiter.