
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, hat gewarnt, dass Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte direkte Konkurrenten sind, die das traditionelle Bankenmodell bedrohen.
In seinem Aktionärsbrief behauptet Dimon, dass Blockchain-Infrastruktur, Stablecoins und Tokenisierung zentrale Wettbewerbsprioritäten sind, denen sich JPMorgan aggressiv stellen muss, um seine Dominanz aufrechtzuerhalten.
Dimon hat Blockchain-basierte Systeme neben großen Fintech-Rivalen wie Stripe, Block und Revolut eingeordnet.
Diese neuen Akteure sind laut dem JPMorgan-Chef gut finanziert und äußerst ambitioniert.
"Eine ganz neue Reihe von Wettbewerbern entsteht auf Basis der Blockchain, zu der Stablecoins, Smart Contracts und andere Formen der Tokenisierung gehören", warnte Dimon in dem Schreiben.
Dimon machte deutlich, dass die Bank es sich nicht leisten kann, untätig zuzusehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Er betonte, dass JPMorgan "seine eigene Blockchain-Technologie einführen und sich kontinuierlich sehr detailliert darauf konzentrieren muss, was unsere Kunden wünschen", um eine schnellere Produktentwicklung und reibungslose Ausführung zu gewährleisten.
Während einer Konferenz in Washington, D.C., Anfang dieses Jahres lobte Dimon die Blockchain-Technologie dafür, dass sie hocheffizient und in der Lage sei, schwerfällige Altsysteme zu ersetzen.
JPMorgan untermauert dies mit einem täglichen Transaktionsvolumen von Milliarden von Dollar über Kinexys (die umbenannte proprietäre Blockchain-Plattform der Bank).
Gleichzeitig bleibt Dimon öffentlichen Kryptowährungen wie Bitcoin zutiefst feindlich gesinnt.
Im Jahr 2017 bezeichnete Dimon Bitcoin bekanntermaßen als "Betrug" und schwor, jeden JPMorgan-Händler zu entlassen, der beim Handel damit erwischt wurde, weil er "dumm" sei. Er hat sich dieser Anlageklasse nicht angenähert. Letztes Jahr argumentierte er, dass die USA Bitcoin (BTC) nicht horten sollten.