
Eine hitzige Konfrontation setzt sich um Bitcoin fort, insbesondere um Satoshis Coins und die drohende Quantenbedrohung. Eine neue Runde dieser Auseinandersetzung entfaltete sich zwischen Charles Hoskinson und Bitcoin-Ideologen. Auslöser war die Diskussion um BIP-361, ein radikaler neuer Vorschlag zum Schutz des Netzwerks vor Quantencomputern, der Bitcoin laut Hoskinson in ein „Shitcoin-Land“ verwandelt.
BIP-361, das Anfang dieser Woche von Jameson Lopp und einer Gruppe von Forschern vorgestellt wurde, sieht strenge Fristen für die Abschaffung alter Adresstypen vor, die anfällig für Quantenangriffe sind: Innerhalb von drei Jahren werden alle eingehenden Transaktionen an alte Adressen verboten, und fünf Jahre nach der Annahme des Vorschlags werden alte digitale Signaturen ungültig gemacht.
Hoskinson reagierte in seinem jüngsten öffentlichen Auftritt auf X erwartungsgemäß mit scharfer Kritik auf diese Entscheidung. Obwohl Lopps These besagt, dass ein Wiederherstellungsmechanismus und Unterstützung für eingefrorene Wallets bereitgestellt werden und Satoshi seine Coins, falls er sie nicht selbst bewegt, bereits effektiv tot sind, glaubt Hoskinson, dass selbst mit diesen Vorbehalten 1,7 Millionen BTC gefährdet bleiben.
Er betonte, dass die erzwungene Ungültigkeitserklärung alter Signaturen einen direkten Verstoß gegen die Prinzipien darstellt, auf denen Bitcoin aufgebaut wurde, und wünschte den Befürwortern von BIP-361 sarkastisch „viel Glück“ beim Stehlen von Satoshis Coins.
Das habe ich erwähnt. Mindestens 1,7 Millionen Bitcoin werden mit Ihrem Design unwiederbringlich gemacht.
— Charles Hoskinson (@IOHK_Charles) April 16, 2026
Viel Spaß beim Stehlen von Satoshis Coins.
Laut dem Cardano-Gründer haben sich Bitcoin-Maximalisten in eine Ecke gedrängt. Das Netzwerk hat zwei schlechte Wege: entweder Quanten-Hackern zu erlauben, die Coins zu stehlen, oder sie selbst durch einen Soft Fork zu stehlen und sie damit ihren Besitzern unzugänglich zu machen.
Manche mögen argumentieren, dass es unwahrscheinlich ist, dass Google Quantencomputer für Hacking verkaufen würde. Hoskinson hält dies ebenfalls für unwahrscheinlich. Ein chinesischer Quantencomputer, den Nordkorea im Jahr 2033 mieten könnte, würde seiner Meinung nach jedoch andere Ergebnisse zeigen.