
Eine Mehrheit der Krypto-Nutzer ist sich über grundlegende Steuerregeln im Unklaren, wobei weniger als die Hälfte korrekt identifiziert, wann Transaktionen steuerpflichtig werden, so eine neue Umfrage.
Nur 49 % der Befragten verstehen korrekt, dass Krypto steuerpflichtig wird, wenn es verkauft wird, während fast ein Viertel der Meinung ist, dass einfache Übertragungen Steuerereignisse auslösen können, so ein 2026 Crypto Tax Readiness Report, der von Coinbase und CoinTracker veröffentlicht wurde.
Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage unter 3.000 US-Krypto-Nutzern, die zwischen dem 9. September und 3. Oktober durchgeführt wurde, vor der Steuererklärungssaison 2025.
Die Umfrage stellte fest, dass Krypto-Investoren eine klare Bereitschaft zur Einhaltung der Steuerregeln zeigen, wobei 74 % angaben, sich bewusst zu sein, dass Krypto steuerpflichtig ist, während 65 % sagten, sie hätten in der Vergangenheit bereits Aktivitäten gemeldet. „Dies widerlegt das Missverständnis einer weit verbreiteten Krypto-Steuervermeidung“, so die Umfrage.
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Die Umfrage wies auch auf einige zentrale Herausforderungen hin, die die Krypto-Steuerberichterstattung erschweren. Zum einen halten Krypto-Investoren Vermögenswerte oft auf mehreren Plattformen, mit durchschnittlich 2,5 Wallets oder Börsen und 83 %, die Selbstverwahrung nutzen. Diese Fragmentierung erschwert die Nachverfolgung der Anschaffungskosten (Cost Basis), die zur Berechnung von Gewinnen und Verlusten erforderlich ist.
Neue Berichtsregeln erschweren die Sache zusätzlich. Ab dem Steuerjahr 2025 werden Broker das Formular 1099-DA ausstellen, aber keine Anschaffungskosten (Cost Basis) angeben, so dass die Nutzer Transaktionen selbst über Plattformen hinweg abstimmen müssen, die keine Daten austauschen.
Trotz dieser Herausforderungen verlassen sich die meisten Nutzer auf traditionelle Tools. Rund 78 % nutzen allgemeine Steuersoftware und 52 % wenden sich an Steuerberater, während nur 8 % krypto-spezifische Steuerdienstleistungen nutzen. Gleichzeitig wächst das Interesse an KI, wobei fast die Hälfte der Befragten angibt, diese zur Steuerberechnung zu nutzen, und 30 % bereit sind, sich für den gesamten Prozess auf sie zu verlassen.
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Anfang dieses Monats schlug die IRS neue Regeln vor, die Krypto-Börsen dazu verpflichten würden, Steuerformulare elektronisch zuzustellen, wodurch die Option für Papierkopien entfällt. Gemäß dem Vorschlag könnten Broker Beziehungen zu Nutzern beenden, die eine digitale Zustellung verweigern, und Nutzer könnten ihre einmal erteilte Zustimmung nicht mehr widerrufen.
Börsen müssen weiterhin das Formular 1099-DA zur Meldung von Transaktionserlösen ausstellen, obwohl die Verfolgung der Anschaffungskosten (Cost Basis) in der Verantwortung der Anleger bleibt.
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