
In einer aktuellen Forschungsnotiz mit dem Titel "It’s Time to Get Ready for a Post-Quantum Future" hat Zach Pandl, Forschungsleiter bei Grayscale, ein wichtiges neues Papier von Google Quantum AI gewürdigt.
Der Bericht argumentiert, dass der Zeitrahmen, in dem Quantencomputer die klassische Kryptographie knacken können, sich rapide verkürzt. Daher müssen öffentliche Blockchains ihre Abwehrmaßnahmen sofort verstärken.
Bemerkenswerterweise lobte Pandl das XRP Ledger und Solana ausdrücklich dafür, dass sie bereits die Initiative ergriffen und mit Post-Quanten-Kryptographie (PQC) experimentieren.
Die Dringlichkeit wurde durch einen jüngsten Durchbruch von Google Quantum AI ausgelöst.
Ein Quantencomputer, der in der Lage ist, Shors Algorithmus im großen Maßstab auszuführen, existiert heute noch nicht, aber die Technologie schreitet in "diskreten Sprüngen" voran.
XRPL is not quantum resistant. It could be made so, but with the present mechanims we have, the result would kind of suck because the quantum resistant algorithms we know of all have painful disadvantages in blockchain applications. ...
— David 'JoelKatz' Schwartz (@JoelKatz) July 26, 2022
Aanchal Malhotra, Forschungsleiterin bei Ripple, nahm ebenfalls kürzlich Notiz von dieser Entwicklung. Die Forscherin bemerkte, dass Google das Ergebnis mithilfe eines Zero-Knowledge-Proofs validiert hatte, anstatt den Algorithmus zu veröffentlichen, was bedeutet, dass bedeutsame Fortschritte in der Quantenkryptanalyse nicht mehr vollständig öffentlich sind.
Es werden nun weniger als 500.000 physikalische Qubits benötigt, um ECDLP-256 auf supraleitender Hardware zu lösen, was eine Reduzierung um etwa das 20-fache gegenüber früheren Schätzungen darstellt.
Google hat effektiv eine Migrationsfrist für Post-Quanten-Kryptographie für 2029 gesetzt.
„Keine Wallets werden morgen geknackt“, erklärte Malhotra. „Aber die Trendlinie verkürzt sich schneller, als die meisten in der Branche darauf vorbereitet sind.“
Bereits im Juli 2022 räumte Ripple CTO David „JoelKatz“ Schwartz ein, dass das XRPL nativ nicht quantenresistent sei. Damals bemerkte er, dass, obwohl das Netzwerk aufgerüstet werden könnte, die bekannten quantenresistenten Algorithmen „schmerzhafte Nachteile in Blockchain-Anwendungen“ hätten.
Die Strategie bestand darin, die Technologie sorgfältig zu überwachen und „die besten quantenresistenten Algorithmen zu implementieren, sobald das Risiko innerhalb von etwa 5 Jahren zu materialisieren scheint“. Er fügte hinzu, dass er nicht glaubte, dass die Branche schon so weit sei.
Da Google Quantum AI nun jedoch offen auf eine Frist im Jahr 2029 verweist, ist dieses Fünfjahresfenster offiziell erreicht.