
Gate Research sagt, dass gehebelte Krypto-ETFs nun im Mittelpunkt der Liquidität und kurzfristigen Handelsstrategien auf zentralisierten Börsen stehen, warnt jedoch davor, dass ihr täglicher Reset sie als langfristige Anlagen in volatilen Märkten ungeeignet macht.
Der neueste Bericht von Gate Research argumentiert, dass gehebelte Produkte wie 5x Long- und Inverse-Tokens am besten in eng definierten, kurzfristigen Trades eingesetzt werden, die auf „richtigen“ Einstiegen, volumengesteuerten Momentum-Ausbrüchen und strengen Stop-Loss-Regeln basieren.
Der Bericht von Gate Research, „Liquidity Evolution and Trading Strategies of Crypto Leveraged ETFs“, sieht gehebelte Krypto-ETFs als eine Entwicklung der zweiten Stufe, nachdem Spot-ETFs institutionelles Kapital angezogen und die realisierte Volatilität bei Vermögenswerten wie Bitcoin komprimiert haben. Die Autoren stellen fest, dass seit 2024 das jährliche realisierte Volatilitätszentrum von Bitcoin gesunken ist und maximale Drawdowns unter 50 % blieben, verglichen mit 70 % bis 80 % in früheren Zyklen, da ETF-Arbitragekapital in Stresssituationen als „Liquiditäts-Backstop“ fungiert.
Als die Risikobereitschaft stieg, so Gate Research, wechselten Trader von Spot- und konventionellen ETFs zu gehebelten Strukturen, um „eine größere Ertragskonvexität zu erzielen“, wobei 5x-Tokens wie XRP5L, SOL5L, ETH5S, BTC5L und XRP5S Anfang 2026 das Handelsvolumen auf der Gate-Plattform dominierten. In einem Beispiel hebt der Bericht einen eintägigen Volumenanstieg von fast 9 Milliarden US-Dollar bei SOL5L im Februar hervor und beschreibt dies als typischen „ereignisgesteuerten Handelsanstieg“ im Umfeld wichtiger fundamentaler Katalysatoren.
Die Analysten von Gate betonen, dass der tägliche Reset-Mechanismus, der Produkte bei einer 2x-, 3x- oder 5x-Exposition hält, auch einen „Volatilitätsverfall“ in Seitwärtsmärkten erzeugt. Anhand eines zweitägigen Beispiels, bei dem ein Basiswert um 10 % steigt und dann um 9,09 % auf das Ausgangsniveau fällt, zeigt Gate, dass ein 2x-ETF etwa 1,82 % verlieren würde, während ein 3x-ETF etwa 5,45 % verlieren würde, obwohl der Spotpreis unverändert ist. In Monte-Carlo-Simulationen, die ETH-Renditen verwenden, stellt Gate fest, dass in einem hochvolatilen, bandbegrenzten Regime sowohl 5x Long- als auch 5x Short-ETFs innerhalb von 60 Tagen über 90 % des Nettoinventarwerts verlieren können, und schätzt, dass bei einer typischen täglichen Krypto-Volatilität von 4 % ein 5x-ETF in nur 20 Tagen einen theoretischen Verfall von etwa 40 % aufweisen kann.