
Polymarket arbeitet mit Chainalysis zusammen, um On-Chain-Überwachung zur Bekämpfung von Insiderhandel und Manipulation einzuführen, da das monatliche Volumen 7 Milliarden US-Dollar erreicht und die Regulierung zunimmt.
Die Europäische Zentralbank beließ die Zinsen bei ihrer Sitzung am 30. April unverändert, doch die Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz deuteten darauf hin, dass eine Zinserhöhung im Juni näher rückt, so ING-Analyst Carsten Brzeski. Lagarde betonte, dass sich die Risiken für Wachstum und Inflation intensivieren, obwohl die Entscheidung, die Zinsen stabil zu halten, einstimmig war.
Brzeski stellte fest, dass die EZB innerhalb ihrer abwartenden Haltung eine klare Neigung zu Zinserhöhungen gezeigt hat. Die Märkte preisen derzeit eine Straffung von etwa 50 Basispunkten bis Jahresende ein, wobei zwischen 20 und 40 Basispunkte bis Juni erwartet werden.
Die Basisprognosen der EZB sehen die Gesamtinflation bei durchschnittlich 2,6 % im Jahr 2026, 2,0 % im Jahr 2027 und 2,1 % im Jahr 2028, was gegenüber Dezember hauptsächlich aufgrund des Energiedrucks durch den Iran-Krieg nach oben korrigiert wurde. Die Kerninflation wird für 2026 auf 2,3 % prognostiziert, sich auf 2,2 % im Jahr 2027 und 2,1 % im Jahr 2028 moderierend.
Lagarde warnte, dass „der Krieg im Nahen Osten die Aussichten deutlich unsicherer gemacht hat, was Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum birgt“. Die EZB-Präsidentin erklärte dem Internationalen Währungs- und Finanzausschuss des IWF, dass der Konflikt „einen erheblichen Einfluss auf die kurzfristige Inflation durch höhere Energiepreise haben wird“.
Die Prognosen der EZB-Mitarbeiter umfassten ungünstige Szenarien, die eine mögliche Gesamtinflation von 3,5 % oder sogar 4,4 % im Jahr 2026 aufzeigen, falls die Energieversorgungsstörungen anhalten. Der Einlagesatz bleibt bei 2,00 %, die Hauptrefinanzierungsgeschäfte bei 2,15 % und die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,40 %.
Mehr als die Hälfte der von Reuters befragten Ökonomen erwartet, dass die EZB die Zinsen am 30. April beibehält, aber im Juni anhebt, da sich die kriegsbedingte Inflation beschleunigt. Laut Bloomberg wäre die erwartete Viertelprozentpunkt-Erhöhung wahrscheinlich der einzige Schritt, da der Konflikt keinen lang anhaltenden Preisschock verursachen wird.