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Krypto-Dieb erhält 78 Monate Haft, als Ring mit 250 Mio. $ Wallet zusammenbricht
Ferro wurde 78 Monate Haft auferlegt, nachdem Staatsanwälte ihn mit Einbrüchen in Verbindung brachten, die auf hochwertige Krypto-Hardware-Wallets abzielten. Die Bande stahl über 250 Millionen Dollar durch gefälschte Anrufe, Datenbank-Hacks, Geldwäsche und Einbrüche in Wohnhäuser. FBI-Daten zeigen, dass die Verluste durch Krypto-Betrug 11 Milliarden Dollar überschritten, während sich globale Durchsetzungsmaßnahmen weiter ausweiten.
2026-05-07 Quelle:crypto.news

Ein Bundesgericht in Washington, D.C., verurteilte Marlon Ferro, 20, aus Santa Ana, Kalifornien, zu 78 Monaten Haft wegen seiner Rolle in einer Social-Engineering-Gruppe, die US-Opfern weit über 250 Millionen Dollar in Krypto gestohlen hat. 

Zusammenfassung
  • Ferro erhielt 78 Monate, nachdem ihn die Staatsanwaltschaft mit Einbrüchen in Verbindung gebracht hatte, die auf hochwertige Krypto-Hardware-Wallets abzielten.
  • Die Bande stahl über 250 Millionen Dollar durch gefälschte Anrufe, Datenbank-Hacks, Geldwäsche und Wohnungseinbrüche.
  • FBI-Daten zeigen, dass die Verluste durch Krypto-Betrug über 11 Milliarden Dollar überstiegen, während sich globale Durchsetzungsmaßnahmen weiter ausweiten.

Das Justizministerium teilte mit, dass das Gericht zudem drei Jahre beaufsichtigte Freilassung und 2,5 Millionen Dollar Schadensersatz anordnete.

Ferro, auch bekannt als „GothFerrari“, bekannte sich am 17. Oktober 2025 schuldig wegen eines Vergehens der Verschwörung zur Beteiligung an einer kriminellen Organisation (Racketeer Influenced and Corrupt Organization). US-Staatsanwältin Jeanine Ferris Pirro sagte, Ferro habe als „letztes Mittel“ der Gruppe fungiert, ein Ausdruck, der seine mutmaßliche Rolle beschreibt, wenn Online-Tricks fehlschlugen.

Online-Betrug mündete in Wohnungseinbrüche

Die Staatsanwaltschaft sagte, die Gruppe habe verschiedene Rollen eingesetzt, um Krypto-Inhaber zu finden und von ihnen zu stehlen. Diese Rollen umfassten Datenbank-Hacking, Zielauswahl, gefälschte Anrufe, Geldwäsche und Einbrüche. Die Gruppe operierte von Ende 2023 bis Anfang 2025 und hatte Mitglieder in Kalifornien, Connecticut, New York, Florida und im Ausland.

Gerichtsakten besagen, dass Ferro im Februar 2024 nach Texas reiste und in das Haus eines Opfers einbrach, um eine Hardware-Wallet mit etwa 100 BTC zu stehlen, die zu diesem Zeitpunkt mehr als 5 Millionen Dollar wert war. 

Die Staatsanwaltschaft sagte auch, er sei im Juli 2024 in ein Haus in New Mexico eingebrochen, auf der Suche nach einer weiteren Hardware-Wallet. Überwachungsbilder hätten später geholfen, ihn zu identifizieren, so die Staatsanwaltschaft.

Krypto-Diebstahlfälle weiten sich aus

Der Fall kam, während US-Behörden größere Krypto-Betrugsnetzwerke weiter verfolgen. Verwandte Berichte von crypto.news meldeten, dass eine vom FBI geleitete globale Operation 276 Verdächtige festnahm und neun Betrugszentren störte, die mit Krypto-Anlagebetrug in Verbindung standen. An dieser Operation waren Strafverfolgungsbehörden in Dubai, Thailand und China beteiligt.

Ein weiterer crypto.news-Bericht vom März besagte, dass das FBI und die thailändische Polizei bei einer grenzüberschreitenden Betrugsrazzia Kryptowährungen im Wert von etwa 580 Millionen Dollar einfroren und rund 8.000 Mobiltelefone beschlagnahmten. Der Bericht sagte, dass solche Geräte oft verwendet werden, um viele Betrugsgespräche zu führen und gestohlene Gelder über Wallets und Börsen zu bewegen.

FBI-Daten zeigen größere Verluste

Der Internet Crime Report 2025 des FBI besagt, dass Krypto-bezogene Beschwerden zu gemeldeten Verlusten von über 11 Milliarden Dollar führten. Die Behörde erhielt 181.565 Krypto-bezogene Beschwerden. Insgesamt kosteten Cyber-Verbrechen die Amerikaner laut FBI fast 21 Milliarden Dollar. Die Zahlen zeigen, warum Bundesermittler weiterhin ihren Fokus auf Social Engineering und Wallet-Diebstahl legen.

Pirro sagte, der Fall zeige, dass Krypto-Betrug kein „opferloses“ Verbrechen sei. Die Staatsanwaltschaft sagte, die gestohlenen Gelder hätten Luxusausgaben finanziert, darunter Autos, Uhren, Privatjet-Mieten und teure Häuser. Die Verurteilung folgt auch einem Fall vom April, in dem Evan Tangeman 70 Monate Haft erhielt, weil er Geld aus einem verwandten Social-Engineering-Unternehmen gewaschen hatte.