
Circle drängt die europäischen Entscheidungsträger, die Aktualisierung des digitalen Vermögensrahmens der EU zu beschleunigen, da Verzögerungen die institutionelle Adoption tokenisierter Märkte verlangsamen könnten.
In einer am 20. März eingereichten Stellungnahme zum vorgeschlagenen Marktintegrationspaket der Europäischen Kommission bezeichnete der Stablecoin-Emittent den Plan als „bedeutsamen Schritt“ zur Modernisierung der Kapitalmärkte, sieht jedoch weiterhin Lücken bei Skalierbarkeit, Aufsicht und Abwicklung.
Circle unterstützte weitgehend die vorgeschlagenen Änderungen am DLT-Pilotregime der EU, einschließlich der Erweiterung der zulässigen Vermögenswerte und der Anhebung der Volumenschwellenwerte, wies jedoch darauf hin, dass die aktuellen Grenzen nach wie vor Liquidität und institutionelle Beteiligung einschränken.
Es schlug vor, „adaptive“ Schwellenwerte einzuführen, die sich an Marktbedingungen orientieren, anstatt sich auf periodische gesetzgeberische Aktualisierungen zu verlassen, und forderte einen klareren Übergang von der Pilotphase zu dauerhaften Regeln.
Das Unternehmen forderte die Aufsichtsbehörden außerdem auf, Änderungen außerhalb des umfassenderen legislativen Zeitplans zu beschleunigen, und schloss sich damit den Bedenken von Tokenisierungsunternehmen im letzten Monat an, wonach Verzögerungen Aktivitäten in die USA treiben könnten, wo die On-Chain-Marktinfrastruktur schneller voranschreitet.
Ein weiterer zentraler Schwerpunkt von Circles Antwort war die Ausweitung der Rolle von MiCA-konformen Stablecoins bei der Wertpapierabwicklung.
Das Unternehmen begrüßte Vorschläge zur Anerkennung von E-Geld-Token für die Cash-Leg-Abwicklung, warnte jedoch davor, dass eine Beschränkung des Zugangs nur auf „signifikante“ Token euro-denominierte Stablecoins ausschließen und die Adoption verlangsamen könnte.
Es sprach sich auch dafür aus, dass Krypto-Dienstleister – nicht nur Banken und zentrale Wertpapierverwahrer – Abrechnungskonten anbieten dürfen, da die derzeitige Struktur Reibungen und Komplexität erhöhe.
Circle setzte sich für einen engeren Umfang der zentralisierten EU-Aufsicht ein und schlug vor, dass die ESMA nur große, grenzüberschreitende Unternehmen beaufsichtigt, während kleinere Akteure unter der Aufsicht nationaler Regulierungsbehörden bleiben sollten.
Es forderte außerdem klarere Regeln, die die Nutzung von Stablecoins als Sicherheiten erlauben, und verwies auf parallele Initiativen in den USA und Großbritannien.
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