
Eine Schlüsselfigur, die angeblich hinter dem Huione-Netzwerk steckt, wurde nach China ausgeliefert, wo sie sich wegen Betrugs und Geldwäsche verantworten muss.
Ein Bericht des in Hongkong ansässigen Nachrichtenportals Ta Kung Wen Wei stellte fest, dass Li Xiong, der Teil einer Gruppe war, die Betrugsringe in Asien bei der Geldwäsche illegaler Gelder unterstützte, von Phnom Penh, Kambodscha, nach China zurückbegleitet wurde, unter Berufung auf eine Erklärung des chinesischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit auf WeChat.
Xiong war laut dem Bericht ein Kernmitglied des kriminellen Syndikats von Chen Zhi und hatte zuvor als Vorsitzender der Huione Group fungiert, einem Netzwerk, das Betrugszentren unterstützte, die „Pig Butchering“-Programme und andere Anlagebetrügereien durchführten, um Opfern weltweit Gelder zu entlocken.
Für Unkundige: Das Huione-Netzwerk wurde mit einem der größten illegalen Online-Marktplätze in Verbindung gebracht, der mehr als 89 Milliarden US-Dollar an Krypto-Assets verarbeitet hat.
Xiongs Verhaftung und Auslieferung erfolgen nur wenige Monate nach der Festnahme von Chen Zhi, dem Leiter der Prince Group, die die Huione Group betrieb. Das US-Justizministerium hatte zuvor über 127.000 Bitcoin beschlagnahmt, die mit Zhis Operationen in Verbindung standen.
Der Bericht fügte hinzu, dass auch mehrere andere Mitglieder von Zhis kriminellem Syndikat festgenommen wurden, laut Erklärungen chinesischer Beamter.
Die Bemühungen, Huiones Finanznetzwerk zu kappen, sind in den USA in den letzten Jahren im Gange.
Letztes Jahr hat das Financial Crimes Enforcement Network des US-Finanzministeriums die Gruppe als primäre Geldwäschebedenken eingestuft und anschließend Finanzinstituten angeordnet, den Zugang zu ihren Operationen zu unterbinden.
Berichte Dritter deuten jedoch darauf hin, dass das Netzwerk unter neuen Domains wieder aufgetaucht ist und weiterhin auf Plattformen wie Telegram operiert, wobei es seine Aktivitäten trotz des Durchsetzungsdrucks aufrechterhält.