
Der kanadische Milliardär und Bergbau-Magnat Frank Giustra hat den Wall Street Strategen Tom Lee verspottet.
Lee machte kürzlich eine äußerst optimistische Vorhersage, dass der aktuelle, harte "Krypto-Winter" kurz vor dem Tauwetter stehe.
Während des Interviews wurde Lee zu den brutalen Marktbedingungen befragt, die die Branche seit Ende letzten Jahres plagen.
Der Mitbegründer von Fundstrat Global Advisors argumentierte, dass der angeschlagene Markt kurz vor einer makroökonomischen Trendwende stehe. Er behauptete, dass der April endlich der Monat sein würde, in dem die Bullen ihren Platz an der Sonne finden würden.
"Ich denke, der Krypto-Winter ist entweder bereits vorbei oder wird spätestens im April enden. Ich denke also, wir haben den Winter fast überstanden", erklärte Lee direkt während des Interviews.
Lee verwies auf die extreme negative Stimmung, die derzeit den Markt erfasst. Er bemerkte, dass Kapitulation und Frustration tatsächlich massive bullische Indikatoren sind.
"Ich glaube, es gibt eine Art 'Rage Quitting', was ein gutes Zeichen ist", erklärte Lee. "Denn das ist immer ein Zeichen für einen Tiefpunkt, oder? Nehmen Sie jeden Kursrückgang bei Bitcoin. Sie sind am Ende, wenn die Leute Bitcoin aufgeben."
Der umstrittene Analyst wies die Vorstellung zurück, dass der Markt mit wärmerem Wetter einen weiteren langwierigen Rückgang erleben würde.
"Es ist Krypto-Frühling, und dann haben wir hoffentlich einen großartigen Sommer", sagte Lee dem Interviewer. "Wissen Sie, die letzten beiden Sommer waren eher von Abverkäufen geprägt. Diesmal glaube ich nicht, dass wir im Mai verkaufen und weggehen werden."
Es war genau diese Art von unerschütterlichem Optimismus, der Frank Giustra dazu veranlasste, in den sozialen Medien zu sagen: "Hört auf damit", und die fortgesetzten bullischen Prognosen als "peinlich anzusehen" zu bezeichnen.
Giustra hat Bitcoin lange als ein hochspekulatives Asset angesehen, das nicht in der Lage ist, als legitimes Wertaufbewahrungsmittel zu fungieren. Er ist überzeugt, dass physische Edelmetalle die einzige wahre Absicherung gegen Inflation und systemisches Risiko sind.
Interessanterweise griff Lee Giustras bevorzugte Anlageklasse im selben Interview an. Der Dauerbulle argumentierte, dass Gold historisch gesehen ein schlechtes Wertaufbewahrungsmittel war, und erklärte, dass seit 1971 "Gold 48 % der Zeit die Inflation unterboten hat". Bitcoin hingegen hat seit seiner Gründung im Jahr 2010 die Inflation 97 % der Zeit übertroffen.