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Bitpanda zielt mit der Vision Chain-Tokenisierungsplattform auf Banken ab
Der in Wien ansässige Krypto-Broker kündigte seine Ethereum Layer-2-Lösung an, die darauf abzielt, europäischen Banken und Fintechs die Ausgabe tokenisierter Vermögenswerte unter MiCA und MiFID II zu ermöglichen.
2026-03-25 Quelle:cointelegraph.com

Bitpanda gab am Mittwoch bekannt, dass es die Vision Chain aufbaut, eine Ethereum Layer-2, die laut dem Wiener Broker darauf abzielt, europäischen Banken und Fintechs zu helfen, tokenisierte Assets auszugeben und zu verwalten. Die Infrastruktur ist dabei auf Kompatibilität mit der Markets in Crypto Assets Regulation (MiCA) der Europäischen Union und der Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) II ausgelegt.

Bitpanda bewirbt die Vision Chain als Layer-2 für tokenisierte Assets, die Optimism’s OP Stack mit institutioneller Verwahrung und Compliance-Tools kombiniert. So sollen regulierte Unternehmen in Europa traditionelle Assets wie Aktien, Anleihen und Fonds auf einem Ethereum-basierten Rollup tokenisieren und handeln können. 

Bitpanda argumentierte, dass diese Positionierung, zusammen mit den bestehenden Bankpartnerschaften in Deutschland und Österreich, es traditionellen Institutionen erleichtern wird, On-Chain zu gehen, anstatt ihre eigene Infrastruktur von Grund auf neu aufzubauen. 

Das Unternehmen stützt sich zudem auf einen breiteren Makro-Trend rund um die Asset-Tokenisierung. Das Marktforschungsunternehmen Mordor Intelligence schätzte, dass der Markt für Asset-Tokenisierung von rund 2,08 Billionen US-Dollar im Jahr 2025 auf 13,55 Billionen US-Dollar bis 2030 wachsen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 45% entspricht, da immer mehr reale Vermögenswerte (RWAs) On-Chain verlagert werden.

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Tokenisierung: Vom Krypto-Konzept zur Kapitalmarkt-Agenda

Die Vision Chain reiht sich in ein zunehmend umkämpftes Tokenisierungs-Rennen ein, das nun auch Handelsplattformen wie Robinhood und etablierte Akteure wie Nasdaq und die New York Stock Exchange umfasst. Diese erproben Blockchain-basierte Infrastruktur und verlängerte Handelszeiten, um mehr institutionelle Kapitalflüsse anzuziehen.

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Bitpandas Vision Chain steigt ins Tokenisierungs-Rennen ein. Quelle: Bitpanda

Anfang dieser Woche schloss sich Nasdaq mit Talos zusammen, um eine tokenisierte Sicherheitenplattform zu entwickeln, die über 35 Milliarden US-Dollar an derzeit gebundenen Sicherheiten freisetzen soll. Gleichzeitig führen institutionelle Netzwerke wie Canton Live-Experimente mit tokenisierten US-Staatsanleihen, Geldmarktfonds und anderen RWAs für Banken und Giganten der Marktinfrastruktur durch. 

Bitpanda wurde 2014 in Wien gegründet und betreut nach eigenen Angaben heute über sieben Millionen Nutzer in ganz Europa über seine Investmentplattform und B2B-Infrastrukturangebote.

Das Unternehmen präsentiert sich zudem als eines der am stärksten regulierten Krypto-Unternehmen Europas. Allerdings berichtete eine im Januar veröffentlichte Untersuchung des International Consortium of Investigative Journalists, die sich auf interne Dokumente und Audit-Ergebnisse der deutschen Bitpanda-Tochter berief, über Mängel wie Schwachstellen bei der Informationssicherheit und eine mangelhafte Aufsicht über ausgelagerte Funktionen.

Cointelegraph hat Bitpanda um weitere Informationen gebeten, jedoch bis zur Veröffentlichung keine Antwort erhalten.

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