
Die Krypto-Dienste der Banca Sella erhalten die Genehmigung der Bank von Italien gemäß MiCA, wobei Verwahrungs- und Übertragungstools für Institutionen bis 2026 geplant sind.
Die Krypto-Dienste der Banca Sella rücken der Einführung näher, nachdem das italienische Kreditinstitut von der Bank von Italien die Genehmigung gemäß dem europäischen MiCA-Rahmenwerk erhalten hat. Die Genehmigung erlaubt der Bank, Verwahrungs- und Übertragungsdienste für Krypto-Assets anzubieten.
Die Einführung wird sich auf ausgewählte Unternehmens- und institutionelle Kunden konzentrieren, nicht auf den breiten Einzelhandel. Die Bank erwartet, den Dienst bis Ende 2026 einzuführen und damit einen weiteren regulierten Bankenakteur auf den europäischen Markt für digitale Assets zu bringen.
Die Krypto-Dienste der Banca Sella haben einen wichtigen regulatorischen Schritt getan, nachdem die Bank den Notifizierungsprozess bei der Bank von Italien abgeschlossen hatte. Gemäß MiCA können Banken einen Notifizierungsweg nutzen, wenn sie beabsichtigen, Krypto-Asset-Dienste anzubieten. Dies bietet regulierten Kreditinstituten einen klareren Weg als Nicht-Bank-Krypto-Firmen.
Die Genehmigung umfasst die Verwahrung, den Empfang und die Übertragung von digitalen Assets. Diese Funktionen ermöglichen es der Bank, Krypto-Assets für Kunden zu halten und zwischen genehmigten Konten zu verschieben. Das Modell hält die erste Phase eng und kontrolliert.
Die Banca Sella hat keine Pläne zum direkten Kauf oder Verkauf von Krypto-Assets angekündigt. Dieses Detail ist wichtig, da es den Dienst von einer vollständigen Börsenplattform trennt. Stattdessen scheint sich die Bank auf die Infrastrukturunterstützung für Kunden zu konzentrieren, die bereits in regulierten Märkten tätig sind.
Andrea Tessera, Managing Director für Digital Banking bei der Banca Sella, bezeichnete die Genehmigung als einen wichtigen Schritt. Er sagte, sie stimme mit der breiteren europäischen Entwicklung hin zu neuen digitalen Modellen überein.
Die Krypto-Dienste der Banca Sella werden nicht als Massenmarktprodukt für Privatkunden starten. Die Bank hat ausgewählte Zielgruppen genannt, wobei Unternehmens- und institutionelle Kunden Priorität haben sollen. Dieser Ansatz reduziert das Betriebsrisiko in der ersten Phase.
Die Verwahrung digitaler Assets wird voraussichtlich der Kerndienst sein. In der Praxis bedeutet dies, dass die Banca Sella die sichere Speicherung von Krypto-Assets verwalten wird. Sie wird auch Übertragungen unterstützen, wenn Kunden diese Assets verschieben müssen.
Diese Struktur entspricht den Bedürfnissen von Institutionen eher als denen von Gelegenheits-Tradern. Unternehmen und Finanzinstitute benötigen oft eine regulierte Verwahrung, bevor sie digitale Assets in großem Umfang halten können. Sie benötigen auch klare Abwicklungs- und Übertragungsprozesse.
Die Genehmigung der Bank von Italien verleiht dem Projekt auch eine stärkere Glaubwürdigkeit. In Europa trägt die MiCA-Zulassung dazu bei, die Unsicherheit bezüglich der Compliance zu verringern. Sie ordnet Krypto-Dienste auch einem gemeinsamen Rechtsrahmen in der gesamten Region zu.
Die Banca Sella hat bereits vor dieser Genehmigung im Bereich der digitalen Finanzen gearbeitet. Die Bank nahm 2022 am Fintech Milano Hub-Pilotprojekt der Bank von Italien teil. Dieses frühere Engagement trug dazu bei, sie im sich entwickelnden Fintech-Umfeld Italiens zu positionieren.
Der Schritt der Banca Sella erfolgt, während europäische Banken langsamere, aber klarere Schritte in digitale Assets unternehmen. Viele Kreditinstitute vermeiden spekulative Handelsprodukte. Stattdessen bauen sie Infrastrukturen für Verwahrung, Abwicklung und Token auf.
Dies spiegelt eine praktische Marktverschiebung wider. Banken können die Nutzung von Krypto-Assets unterstützen, ohne Kunden Handelsrisiken auszusetzen. Verwahrungs- und Übertragungsdienste passen auch zu bestehenden Bankenstärken.
Die Banca Sella ist auch mit der breiteren europäischen Stablecoin-Arbeit verbunden. Die Bank ist Gründungsmitglied von Qivalis, einem Konsortium mit 37 Bankmitgliedern. Die Gruppe arbeitet an einem eurobasierten Stablecoin-Projekt.
Dieses Engagement deutet darauf hin, dass die Krypto-Strategie der Bank nicht isoliert ist. Sie fügt sich in eine umfassendere Bewegung europäischer Kreditinstitute ein, um sich auf tokenisiertes Geld und digitale Abwicklung vorzubereiten. Dies könnte mit der Ausweitung der MiCA-Einführung noch wichtiger werden.
Der Dienst könnte die Banca Sella auch zu einem der ersten italienischen Bankbeispiele unter MiCA machen. Ihre Einführung könnte als Leitfaden dienen, wie andere Banken die Verwahrung digitaler Assets angehen. Der endgültige Test wird erfolgen, wenn die Bank bis Ende 2026 beginnt, Kunden zu bedienen.