
Guy Wuollet, Partner bei a16z crypto, sagt, Krypto trete in seine „Kragenhemd“-Ära ein, da das Unternehmen verstärkt auf eine 10-jährige Infrastrukturwette setzt, während hochrangige Partner inmitten einer neuen Kapitalbeschaffung von 2 Milliarden Dollar ausscheiden.
Guy Wuollet, Partner bei a16z crypto, hat einen neuen Essay veröffentlicht, in dem er argumentiert, dass „Finanzen nicht von einer größeren Vision getrennt sind; sie sind ein Teil davon“, und Blockchains als grundlegende Infrastruktur statt als spekulative Nebenerscheinung beschreibt. „Bei a16z und a16z crypto denken wir langfristig: Unsere Fondsstruktur ist auf einen Zyklus von über 10 Jahren ausgelegt, denn der Aufbau neuer Industrien braucht Zeit“, schrieb der Partner und verglich die aktuelle Phase mit dem Verlegen von Eisenbahnschienen, bevor neue Anwendungskategorien laufen können. Der Artikel betonte, dass viele bahnbrechende Apps erst entstehen werden, wenn Wallets, Identitäten, Liquidität und Vertrauensmechanismen ausgereift sind, was die a16z-Forschung widerspiegelt, die den Zeitplan von Krypto mit der jahrzehntelangen Arbeit hinter moderner KI vergleicht.
Diese Botschaft steht im Einklang mit Kommentaren von Chris Dixon, General Partner bei a16z crypto, der kürzlich sagte, Blockchain sei „die nächste grundlegende Infrastruktur des Internets“ und die Branche befinde sich in einer langen „Grundlagenbauphase“, ähnlich dem Neuralnetz-Papier von 1943 für den heutigen KI-Boom. Dixon hat auch angemerkt, dass das Unternehmen etwa 95 % seiner historisch investierten Vermögenswerte behalten hat, da, in seinen Worten, „hochwertige Vermögenswerte zu früh zu verkaufen, die schlechteste Entscheidung im Venture Capital ist.“ Diese Haltung untermauert den Vorstoß von a16z crypto in Themen wie Stablecoins, Tokenisierung, Privatsphäre und Prognosemärkte, dargelegt in einer „Big Ideas 2026“-Roadmap, die Krypto als die „Rohrleitung“ für ein Internet darstellt, in dem Werte so schnell wie Daten übertragen werden.
Die langfristige Rhetorik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem einige a16z-Partner ihre eigenen Karrierewege anpassen. Foresight News berichtete, dass Arianna Simpson, eine General Partnerin bei a16z crypto, „ihren Rücktritt bekannt gegeben hat“, während auch Partner Kofi Ampadu ausscheidet, nachdem die Firma ihr Talent x Opportunity (TxO) Programm pausiert hat; ein von TechCrunch erhaltenes Memo zeigt, wie Ampadu den Mitarbeitern mitteilte, dass „das Schließen meines a16z-Kapitels“ auf vier Jahre der Unterstützung von Gründern außerhalb des Netzwerks folgte. Diese Schritte spiegeln eine breitere Umstrukturierung innerhalb führender Krypto-VCs wider, da Fonds zwischen Seed-Investitionen, Wachstumsphasen-Deals und neuen KI-Krypto-Hybriden neu gewichtet werden.
Trotz der Personalfluktuation geht a16z crypto selbst mit einer neuen Kriegskasse voran. Laut einem Bericht, der mehrere Insider zitiert, strebt der Blockchain-Zweig des Unternehmens rund 2 Milliarden Dollar für seinen fünften dedizierten Krypto-Fonds an, zusätzlich zu einer breiteren Multistrategie-Kapitalbeschaffung von 15 Milliarden Dollar über Infrastruktur, Anwendungen und Wachstumsphasen-Vehikel hinweg. Seit der Einführung seines ersten Krypto-Fonds in Höhe von 300 Millionen Dollar im Jahr 2018 – im Zuge des ersten Anstiegs von Bitcoin auf 20.000 Dollar – hat a16z diese Plattform zu einem 4,5-Milliarden-Dollar-Vehikel ausgebaut und unterstützt nun Projekte von Börsen und DeFi-Protokollen bis hin zu Gaming- und NFT-Studios.
Für Entwickler ist die Botschaft gemischt, aber letztendlich konstruktiv: Der Wettbewerb um a16z-Schecks verschärft sich, auch wenn der Kapitalpool selbst wächst. Einerseits zeigt das Ausscheiden bekannter Gesichter wie Simpson und Ampadu, dass selbst führende Krypto-Franchises nicht immun gegen interne Strategiewechsel sind; andererseits signalisieren ein Ziel-Fonds von 2 Milliarden Dollar und eine erklärte Verpflichtung, 95 % der Positionen zu halten, dass LPs und Partner weiterhin darin übereinstimmen, Krypto als ein Jahrzehnte-langes Spiel zu behandeln. Der Forschungszweig des Unternehmens drängt weiterhin auf klarere Token-Regeln und eine großflächige DeFi-Adoption, argumentiert, dass „große Unternehmungen Zeit brauchen“ und dass die heutigen unübersichtlichen, volatilen Jahre die „Grundlagen“-Phase vor einem starken Anstieg der Nutzung sind.