
Ripple hat eine umfassende, KI-gestützte Sicherheitsüberholung für das XRP Ledger vorgestellt, die automatisierte Testtools einsetzt und ein dediziertes Red Team etabliert hat, das laut Ripple bereits mehr als 10 Fehler in der Codebasis der Blockchain aufgedeckt hat.
Das Unternehmen skizzierte am Donnerstag seine neue Strategie und erläuterte, wie KI-Tools über den gesamten Entwicklungslebenszyklus des XRP Ledgers integriert werden, einschließlich adversarieller Code-Scans bei jeder Pull-Anfrage und automatisierten Stresstests.
Das KI-gestützte Red Team konzentriert sich darauf, wie Funktionen in realen Szenarien interagieren, insbesondere an Schnittstellen, wo älterer Code auf neue Funktionalitäten trifft.
Ripple gab bekannt, dass die nächste Softwareversion des XRP Ledgers vollständig Fehlerbehebungen und Verbesserungen gewidmet sein wird, ohne neue Funktionen einzuführen. Dies signalisiert eine Verschiebung hin zur Priorisierung der Sicherheit gegenüber einer schnellen Funktionsimplementierung. Das Unternehmen plant außerdem, für wesentliche Protokolländerungen mehrere unabhängige Sicherheitsaudits zu verlangen und sein Bug-Bounty-Programm zu erweitern.
„XRPL hat seine Zuverlässigkeit über mehr als ein Jahrzehnt Betrieb bewiesen. Unsere Verantwortung ist es nun, sicherzustellen, dass das Ledger weiterhin den Anforderungen globaler Zahlungen, tokenisierter Vermögenswerte und einer Finanzinfrastruktur auf institutionellem Niveau gerecht wird“, heißt es in dem Blogbeitrag. „Wir werden XRPL weiterentwickeln, indem wir systematisch das Fundament stärken, auf dem es aufgebaut ist.“
XRP wurde kürzlich mit 1,34 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 5 % an diesem Tag inmitten eines breiteren Krypto-Markteinbruchs am Donnerstag entspricht. Die Aktienkurse fallen ebenfalls inmitten der Unsicherheit um den Iran-Konflikt.
Zu diesem Preis liegt XRP laut Daten von CoinGecko auf seinem niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen. XRP erreichte im vergangenen Juli ein neues Allzeithoch von 3,65 US-Dollar, ist aber seitdem um 63 % gefallen.