
Der erfahrene Trader und klassische Chartist Peter Brandt hat die Annahme zurückgewiesen, dass die aktuelle mehrmonatige Konsolidierung von Bitcoin eine "Bullenflagge" sei.
Brandt hat die Marktteilnehmer davor gewarnt, sich einfach eigene Charting-Regeln auszudenken, nur um einer bullischen Voreingenommenheit zu entsprechen.
Meant to be educational here, not insulting, but
— The Factor Report (@PeterLBrandt) April 16, 2026
Newbies to price charting have the tendency to make up rules as they go
The rules have already been written
Edwards and Magee, 1948
Richard W Schabacker, 1934
Some call Bitcoin a flag
But not the founders of charting, thus not me pic.twitter.com/KveB5BuhmZ
Brandt wandte sich auf X (ehemals Twitter) an den wachsenden Chor von Einzelhändlern und Analysten, die den jüngsten aufwärts gerichteten Preiskanal von BTC als klassisches Fortsetzungsmuster bezeichnet haben.
"Das soll hier lehrreich sein, nicht beleidigend, aber Neulinge im Preis-Charting neigen dazu, Regeln zu erfinden, während sie vorgehen", postete Brandt.
Er betonte, dass die verbindlichen Mechanismen der technischen Analyse bereits vor Jahrzehnten von Markt-Pionieren wie Richard W. Schabacker (1934) sowie Robert D. Edwards und John Magee, den Autoren des Standardwerks "Technical Analysis of Stock Trends" von 1948, festgelegt wurden. Moderne Kommentatoren mögen sich den aktuellen Bitcoin-Chart ansehen und eine Flagge erkennen, bemerkte Brandt: "Aber nicht die Gründer des Chartings, und somit auch nicht ich."
Gemäß den klassischen Charting-Prinzipien muss ein zuverlässiges Flaggen- oder Wimpelmuster seine Formation innerhalb eines strengen Vier-Wochen-Fensters abschließen und ausbrechen.
Echte Flaggen zeichnen sich durch eine kurze, hochdynamische Pause aus (oft als „auf Halbmast“ beschrieben), bevor ein früherer aggressiver Trend wieder aufgenommen wird. Muster, die sich über acht oder zehn Wochen erstrecken, mögen die visuelle Form einer Flagge annehmen, aber Händler sollten absolut nicht erwarten, dass sie auch wie eine funktionieren.
Die aktuelle Marktstruktur zeigt einen unregelmäßigen, aufwärts gerichteten Parallelkanal, der sich Ende Februar zu bilden begann. Dieser spezifische Kanal hat sich nun seit etwa sieben Wochen fortgesetzt.
Längere Kanalstrukturen können vollständig daran scheitern, auszubrechen (wie die frühere Preisentwicklung des Assets gezeigt hat).