
Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) bittet um öffentliche Stellungnahmen zu einer vorgeschlagenen Regeländerung der NYSE Arca, die die Struktur von Krypto-Rohstoff-börsengehandelten Produkten verändern könnte.
In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung erklärte die SEC, dass die NYSE Arca ihre generischen Notierungsstandards für Rohstoff-basierte Trust-Anteile ändern möchte, sodass mindestens 85 % des Nettoinventarwerts (NAV) eines Trusts aus Vermögenswerten besteht, die bereits nach den bestehenden Notierungsregeln zugelassen sind.
Die restlichen 15 % könnten in anderen Vermögenswerten gehalten werden, die sich nicht eigenständig qualifizieren, solange der Trust weiterhin die übrigen Regeln einhält, so die Einreichung.
Die NYSE Arca erklärte, dass die Schwelle ein breiteres Produktdesign ermöglichen soll, während der Großteil des Engagements an Vermögenswerte gebunden bleibt, die die bestehenden überwachungsbezogenen Zulassungskriterien erfüllen.
Der Vorschlag besagt auch, dass gelistete und außerbörsliche (OTC) Derivate unter Verwendung des aggregierten Brutto-Nominalwerts gezählt würden, nicht nur des Marktwerts.
Die Einreichung gab einige konkrete Beispiele. Ein Trust, der Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Solana (SOL) und (XRP) neben einem kleinen Anteil nicht-qualifizierender digitaler Vermögenswerte hält, würde bestehen, wenn 95 % des NAV die Standards erfüllten.
Ein Trust, der Bitcoin plus außerbörsliche Call-Optionen auf einen Bitcoin-ETF hält, würde scheitern, wenn nur etwa 71 % des Engagements qualifiziert wären.
Der Vorschlag grenzte auch die Definition ein, was als „Rohstoff“ für diese generischen Notierungen zählt.
Nicht-fungible Vermögenswerte und Sammlerstücke wären explizit ausgeschlossen, obwohl die Börse anmerkt, dass sie später noch eine separate Genehmigung für Produkte, die diese Vermögenswerte halten, beantragen könnte.
Die Einreichung spiegelt einen breiteren Wandel im Ansatz der SEC gegenüber Krypto-Notierungen wider, mit einem wachsenden Fokus auf standardisierte Rahmenwerke anstelle von Einzelfallgenehmigungen.
Paul Atkins wurde im April 2025, vor über einem Jahr, als SEC-Vorsitzender vereidigt. Die Behörde hat sich seitdem stärker auf Klarheit und Produktarchitektur konzentriert, anstatt des durchsetzungsbetonten Tons, der einen Großteil der Gary-Gensler-Ära prägte.
In den letzten Wochen hat die SEC einen Krypto-Safe-Harbor-Vorschlag vorangebracht, sich mit der CFTC über umfassendere Leitlinien für digitale Vermögenswerte abgestimmt, Mängel bei früheren Durchsetzungsmaßnahmen eingeräumt und einen Weg für einige Krypto-Schnittstellen aufgezeigt, um eine Maklerregistrierung zu vermeiden.
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