
Premierminister Keir Starmer hat ein sofortiges Verbot für politische Parteien angekündigt, Kryptowährungsspenden anzunehmen, berichtet The Mirror.
Die umfassende Untersuchung, verfasst vom ehemaligen Staatssekretär des Innenministeriums Philip Rycroft, empfiehlt auch, politische Spenden von im Ausland lebenden britischen Bürgern auf jährlich 100.000 bis 300.000 Pfund zu begrenzen.
Starmer erklärte, die neuen Maßnahmen seien eine notwendige Verteidigung gegen die "gravierenden Bedrohungen durch illegale Finanzierungen".
Die Regierung beauftragte die Rycroft-Untersuchung nach der Verurteilung des ehemaligen Reform-UK-Politikers Nathan Gill, der wegen Annahme von Bestechungsgeldern aus dem Ausland inhaftiert wurde.
Rycroft "drückt nicht auf den Panikknopf", aber er "läutet nachdrücklich die Alarmglocken" bezüglich der Anfälligkeit des politischen Systems Großbritanniens.
Rycroft zitierte explizite Einflussnahmen durch feindliche Staaten. Die Untersuchung wies auch auf potenzielle Einmischungen von Akteuren aus verbündeten Nationen hin und verwies dabei konkret auf die Ideen des US-Milliardärs Elon Musk, Geld in die britische Politik zu pumpen.
Die vorgeschlagenen Obergrenzen für Überseespenden werden voraussichtlich Reform UK erheblich treffen. Die Partei hat sich stark auf Offshore-Finanzierungen verlassen.
Mehrere weitere strenge Maßnahmen, die voraussichtlich im bevorstehenden Wahlgesetz der Regierung debattiert werden, umfassen eine strengere Finanzprüfung, die Bekämpfung von Scheinfirmen sowie Lobbying und Werbung.
Global gibt es keinen Konsens darüber, wie Kryptowährungen in politischen Kampagnen gehandhabt werden sollen.
Die Federal Election Commission (FEC) erlaubt Kryptowährungsspenden. Für den Wahlzyklus 2025–2026 unterliegen Krypto-Spenden genau denselben Spendenobergrenzen wie Fiat-Währung.
Brasiliens höchstes Wahlgericht, der Tribunal Superior Eleitoral (TSE), verbietet Krypto-Spenden an Parteien und Kandidaten strikt.
Australien verbot ab 2022 Kryptowährungsspenden für alle Bundestagswahlen, um nicht nachvollziehbare Gelder zu verhindern.