
Texas rückt näher an den direkten Besitz von Bitcoin, nachdem es die Suche nach einem Verwahrungs- und Liquiditätsanbieter für seine strategische Bitcoin-Reserve eingeleitet hat.
Inzwischen möchte der Staat seine Reserve vom iShares Bitcoin Trust von BlackRock in direkt gehaltene Bitcoin durch eine Drittverwahrungsstruktur überführen.
Der Texas Comptroller of Public Accounts veröffentlichte am 7. Mai die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen (Request for Proposals). Das Dokument sucht qualifizierte Firmen, die Verwahrungs- und Liquiditätsdienstleistungen für die strategische Bitcoin-Reserve von Texas erbringen.
Derzeit verfügt die Reserve über etwa 10 Millionen Dollar Bitcoin-Exposure durch IBIT. Der ETF wurde als Übergangsstruktur genutzt, während Texas die für die Direktverwahrung benötigten Systeme vorbereitete.
Der ausgewählte Anbieter wird dem Staat helfen, Bitcoin und andere qualifizierte Krypto-Assets zu kaufen, zu halten, zu verwalten und zu melden. Die Ausschreibung (RFP) fordert auch eine sichere Vermögensverwahrung im Namen des Staates Texas.
Der Vertrag würde auch Liquiditätsdienstleistungen umfassen. Das bedeutet, der Anbieter muss bei Bedarf den Kauf und Verkauf von Bitcoin für die Reserve unterstützen.
Die Ausschreibung (RFP) legt einen Übergangsplan von der ETF-Exposure zu direkt verwahrten Bitcoin fest. Das ausgewählte Unternehmen wird voraussichtlich die Umstellung innerhalb von 60 Tagen nach Vertragsabschluss unterstützen.
Dies markiert eine Änderung in der Art und Weise, wie Texas die Reserve verwalten will. IBIT bietet dem Staat eine Preisexposition gegenüber Bitcoin, aber die Direktverwahrung würde die Coins unter eine für den Staat arrangierte Struktur stellen.
Das Beschaffungsdokument fordert auch Sicherheit auf institutionellem Niveau. Zu den erforderlichen Dienstleistungen gehören Schlüsselmanagement, operative Kontrollen, Berichterstattung und sichere Verwahrungstools.
Die Reserve kann im Laufe der Zeit auch andere qualifizierende Kryptowährungen umfassen. Bitcoin bleibt jedoch das Hauptasset in der aktuellen Reservestruktur.
Der amtierende Texas Comptroller Kelly Hancock benannte auch Mitglieder des Beirats der strategischen Bitcoin-Reserve von Texas. Das Gremium wird beraten, wie die Reserve verwaltet wird.
Dem Komitee gehören Laurie Dotter, Jamie McAvity, Carla Reyes und Gary Vecchiarelli an. Ihre Hintergründe umfassen Investmentmanagement, Bitcoin-Mining, digitales Vermögensrecht, Finanzen und Unternehmensführung im öffentlichen Sektor.
Hancock sagte, die Reserve müsse mit „Transparenz, Sicherheit und starken Finanzkontrollen“ geführt werden. Das Komitee wird in Bezug auf Verwahrung, Risikoregeln, Bewertung, Berichterstattung und digitales Vermögensmanagement beraten.
Das Büro des Comptrollers sagte auch, dass die ausgewählte Firma eine öffentliche Webseite erstellen muss. Die Seite wird die Reservebestände, Werte und Bildungsmaterialien für die Öffentlichkeit anzeigen.
Der Schritt von Texas folgt früheren Berichten von crypto.news über die Gesetzgebung des Staates zur Bitcoin-Reserve. Diese Berichterstattung umfasste den ersten politischen Vorstoß zur Schaffung einer staatlichen Bitcoin-Reserve.
Separate Berichte von crypto.news verfolgten auch die Diskussionen über die US-Bundespolitik bezüglich strategischer Bitcoin-Reserven und des heimischen Bitcoin-Minings. Diese Berichte zeigen, dass Bitcoin-Reserven Teil einer breiteren politischen Debatte in den Vereinigten Staaten bleiben.
Für Texas ist der jüngste Schritt operativ und nicht legislativ. Der Staat sucht nun nach den Systemen für Verwahrung, Liquidität, Berichterstattung und Webseiten, die zur Führung der Reserve benötigt werden.
Der Prozess gibt Anbietern bis zum 15. Juni Zeit zur Antwort. Danach wird Texas Anbieter prüfen, die die direkte Bitcoin-Verwahrung und die Berichterstattung über Reserven auf Staatsebene unterstützen können.