
Südkoreas Nationaler Steuerdienst (NTS) hat laut einer staatlichen Ausschreibung eine Ausschreibung für Softwarelizenzen zur Verfolgung von Transaktionen mit virtuellen Vermögenswerten zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung veröffentlicht.
In der Ausschreibung heißt es, der Vertrag betreffe „Softwarelizenzen zur Verfolgung von Transaktionen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung bei virtuellen Vermögenswerten“ mit einem Budget von 146,5 Millionen Won (rund 99.500 US-Dollar), einschließlich Mehrwertsteuer und Lieferung innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsunterzeichnung. Die Angebotsabgabe ist für den 28. bis 30. April und die Angebotsbewertung für den 7. Mai vorgesehen.
Die Ausschreibungsbekanntmachung selbst enthält nur begrenzte Details zum technischen Umfang der Software. Unter Berufung auf einen Beamten der wissenschaftlichen Untersuchungseinheit des NTS berichtete das lokale Medium ZDNet Korea jedoch, dass die Software den Beamten ermöglichen würde, Krypto-Transaktionen in Echtzeit zu überwachen, Überweisungen zwischen bestimmten Wallet-Adressen und Börsen zu visualisieren und Untersuchungen zu versteckten Vermögenswerten, Offshore-Steuerhinterziehung und nicht gemeldeten Erbschafts- oder Schenkungsübertragungen zu unterstützen.
Die Ausschreibung folgt früheren lokalen Berichten, wonach Südkorea im Vorfeld der geplanten Steuerreform im Jahr 2027 ein breiteres KI-basiertes Krypto-Überwachungssystem vorbereitete.
Das Bestreben der Steuerbehörde, ein Krypto-Überwachungstool einzuführen, scheint Teil einer umfassenderen Anstrengung zu sein, die Durchsetzungsfähigkeiten zu erweitern, während sich das Land auf die bevorstehende Einführung einer Krypto-Steuer vorbereitet.
Am 12. März berichtete das lokale Medium The Korea Times, dass das NTS eine Ausschreibung für ein KI-gestütztes System zur Analyse von Krypto-Transaktionsdaten eröffnet hat. Die Behörde strebt Berichten zufolge die Einrichtung einer Plattform an, die große Mengen an Krypto-Handelsdaten verarbeiten kann, um potenzielle Steuerhinterziehung zu überwachen.
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Südkoreas Einführung der Krypto-Steuer wird nach mehreren Verzögerungen voraussichtlich im Januar 2027 in Kraft treten. Gemäß der Politik würden Gewinne über 2,5 Millionen Won (etwa 1.700 US-Dollar) einer kombinierten Abgabe von 22 % unterliegen, die sich aus einer Einkommenssteuer von 20 % und einer zusätzlichen lokalen Steuer von 2 % zusammensetzt.
Die Einführung der Steuer bleibt politisch umstritten. Am 19. März schlug die wichtigste Oppositionspartei Südkoreas, die People Power Party, vor, die geplante Steuer auf Krypto-Gewinne abzuschaffen, mit der Begründung, die Politik werfe Bedenken hinsichtlich Fairness, Doppelbesteuerung und Durchsetzung auf.
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