
Pi Network hat PiRC1 eingeführt, ein neues Rahmenwerk für die Token-Ausgabe, das am 22. April unter Protokoll 22 gestartet wurde. Es untersagt Projekten die Ausgabe von Tokens, es sei denn, sie können zuerst eine funktionierende Anwendung mit echter Nutzernachfrage nachweisen, ein direkter Versuch, spekulationsgetriebene Starts aus dem Ökosystem herauszufiltern.
Pi Network hat PiRC1, sein Token-Design-Framework, am 22. April im Rahmen des Protokoll V22-Upgrades eingeführt. Wie HOKANEWS.COM berichtete, ist das Kernprinzip von PiRC1 einfach: Nur Anwendungen, die echte Anwendungsfälle und greifbare Nutzernachfrage innerhalb des Pi-Ökosystems nachweisen, werden zur Teilnahme an der Token-Ausgabe berechtigt sein. Das Rahmenwerk wurde entwickelt, um eines der hartnäckigsten Probleme der Kryptoindustrie anzugehen: die Verbreitung von Token mit geringem Wert, die hauptsächlich als spekulative Instrumente anstatt als funktionale Komponenten einer echten digitalen Wirtschaft geschaffen wurden.
Unter PiRC1 kann kein Projekt einen Token starten, ohne zuvor eine funktionierende Anwendung zu haben. Token-Erlöse gehen nicht direkt an Projektteams, sondern werden stattdessen in permanente Liquiditätspools geleitet, verankert an Pi Coin als grundlegende Währung des Ökosystems. Dieses Design trennt die Mittelbeschaffung von der direkten Projektkontrolle, indem es eine strukturelle Absicherung einführt, die verhindert, dass Teams nach dem Start Liquidität abziehen – ein Muster, das in Web3 zu weitreichenden Verlusten geführt hat. Pi's Netzwerk von KYC-verifizierten Benutzern fügt eine zusätzliche Verantwortlichkeitsebene hinzu, da Entwickler und Benutzer unter verifizierten Identitäten und nicht anonym agieren. Wie crypto.news berichtete, wurde PiRC1 zusammen mit einem neuen PiRC2-Dokument veröffentlicht, das das Abonnement-Smart-Contract-Modell für technische Überprüfungen und Community-Feedback öffnet. PI wurde am 23. April bei etwa 0,1687 $ gehandelt, mit einer Marktkapitalisierung von 1,73 Milliarden $ und einem 24-Stunden-Handelsvolumen von 11,17 Millionen $.
PiRC1 wurde unter Protokoll V22 als direkte Fortsetzung der Netzwerk-Upgrades V21 und V21.2 eingeführt, die Pis Infrastruktur stärkten und es für die Smart-Contract-Bereitschaft vorbereiteten. Protokoll 22 enthält auch eine dringende Frist für Knoten: Wie crypto.news verfolgte, müssen Mainnet-Knotenbetreiber bis zum 27. April auf Protokoll 22 upgraden, um mit dem Netzwerk verbunden zu bleiben. Der nächste große Meilenstein ist Protokoll 23, das für Mai 2026 erwartet wird und volle Smart-Contract-Funktionalität für Entwickler einführen wird. Zusammen stellen das PiRC1-Token-Rahmenwerk und die Protokoll 23 Smart-Contract-Tools das dar, was Pi Network als Übergang von einem Mining-fokussierten Netzwerk zu einem strukturierten Web3-Ökosystem, das echte kommerzielle Anwendungen unterstützen kann, bezeichnet.
Pi-Mitbegründer Chengdiao Fan stellte PiRC1 erstmals Ende Februar als Vorschlag vor, wobei er betonte, dass Tokens als Werkzeuge innerhalb von Anwendungen und nicht als eigenständige Finanzinstrumente funktionieren sollten. Die offene Überprüfungsphase des Rahmenwerks auf GitHub und Google Forms gab der Entwicklergemeinschaft die Möglichkeit, das endgültige Design vor dem Start mitzugestalten. Wie crypto.news dokumentierte, hängt die Marktentwicklung von PI im Jahr 2026 stark davon ab, ob die technischen Meilensteine des Netzwerks in tatsächliche On-Chain-Nutzung umgesetzt werden. Jede frühere Roadmap-Veröffentlichung wurde vom Markt weitgehend als "Sell-the-News"-Ereignis behandelt. Ob PiRC1 diese Dynamik ändert, wird davon abhängen, wie viele Entwickler funktionierende Anwendungen unter dem Rahmenwerk erstellen und wie schnell das Engagement der Nutzer auf diesen Apps messbar wird.
Pi Network erklärte, es plane, das PiRC1-Rahmenwerk mit Feedback aus seiner Entwicklergemeinschaft weiter auszubauen und hat die Smart-Contract-Unterstützung von Protokoll 23 als nächstes wichtiges technisches Ergebnis, das im Mai erwartet wird, gekennzeichnet.