
Acht Jahre nachdem allen Banken die Erbringung von Krypto-Dienstleistungen untersagt wurde, hat Pakistan die Praxis offiziell genehmigt – ein Schritt, der die Akzeptanz digitaler Assets im fünftbevölkerungsreichsten Land der Welt schnell fördern dürfte.
In einem Brief, der diese Woche veröffentlicht wurde, hat die pakistanische Zentralbank ihre früheren Krypto-Beschränkungen, die 2018 eingeführt wurden, formell aufgehoben. Die neue Krypto-freundliche Politik steht im Einklang mit dem Virtual Assets Act von 2026 des Landes, einem Regulierungsrahmen für die Branche, der letzten Monat verabschiedet wurde.
Gemäß den neuen Regeln der State Bank of Pakistan dürfen Banken nun registrierten Krypto-Unternehmen, den sogenannten Virtual Asset Service Providern oder VASPs, Bankdienstleistungen anbieten. VASP-Gelder müssen von den Standard-Kundenkonten der Banken getrennt – und nicht vermischt – gehalten werden.
Banken sind dafür verantwortlich, ihre neuen Krypto-Kunden zu überwachen und sicherzustellen, dass diese nicht gegen pakistanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention und zum Risikomanagement verstoßen.
Die Banken selbst dürfen jedoch weder mit eigenen Mitteln noch mit Kundeneinlagen Krypto handeln, investieren oder halten.
Pakistans Schwenk in Bezug auf Krypto erfolgt, nachdem das Land bedeutende Fortschritte mit einigen der mächtigsten Akteure der digitalen Asset-Branche, einschließlich der Familie Trump, gemacht hat. Wochen nach der Rückkehr von Präsident Donald Trump an die Macht im letzten Jahr flogen Führungskräfte der Krypto-Firma seiner Familie, World Liberty Financial, nach Islamabad, um sich mit Pakistans Premierminister zu treffen.
Wochen später erließ die pakistanische Führung eine Verordnung, um den Prozess zur Schaffung eines nationalen Krypto-Regulierungsrahmens einzuleiten. Nachdem die Regulierungsbehörde eingerichtet war, unterzeichnete das Land ein Memorandum of Understanding (MOU) mit World Liberty Financial.
Die Partnerschaft wird den an den Dollar gekoppelten Stablecoin der Trump-Familie, USD1, umfassen und sich zumindest zunächst auf grenzüberschreitende Zahlungen konzentrieren.
Pakistan hat auch eine Vereinbarung unterzeichnet mit der Krypto-Börse Binance – einem weiteren Unternehmen mit Verbindungen zur Familie Trump –, die dazu führen könnte, dass das Land Assets im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar tokenisiert.