
Trotz des Osterwochenendes bleibt der Kryptomarkt aktiv gehandelt, und die Diskussion darum verstummt keinen einzigen Tag. Heute intensivierte sie sich um die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells von Strategy. Ein bekannter Skeptiker, Peter Schiff, gab eine Empfehlung heraus, die man vorsichtig als Vorschlag zur Reduzierung der Positionen in MSTR-Aktien bezeichnen könnte.
Zu seinen Argumenten gehört die Behauptung, dass Bitcoins fünfjähriger Wachstumszyklus von 12 % nicht nur den von der NASDAQ repräsentierten Technologiesektor deutlich unterbot, sondern auch defensive Metalle wie Gold und Silber, die dreistellige prozentuale Zuwächse lieferten.
Ja, die MSTR-Aktien sind um 68,5 % gestiegen, aber laut Schiff ist dies lediglich eine Vertrauensanomalie, und Investoren zahlen für die Aktien des Unternehmens zu viel in Erwartung eines endlosen Bitcoin-Wachstums, das sich noch nicht materialisiert hat, da er bei 67.000 US-Dollar gehandelt wird, während sein Höchststand im November 2021 bei 69.420 US-Dollar lag.
Hier liegt die Hauptsorge des bekannten Krypto-Skeptikers: Im Falle eines anhaltenden Marktabschwungs könnte sich der Aufschlag, mit dem die Aktien im Verhältnis zum Nettoinventarwert gehandelt werden, in einen Abschlag verwandeln, und der Schuldendienst könnte extrem schwierig werden.
Bemerkenswerterweise reagierte Michael Saylor auf Schiffs Bemerkungen, indem er ein Diagramm der Asset-Performance in der Ära des Bitcoin-Standards veröffentlichte, beginnend im August 2020. Mit diesem Diagramm betont er, dass seit der Einführung von Bitcoin als Reserve-Asset seine annualisierte Rendite von 36 % für Gold mit 16 % und den S&P 500 mit 14 % unerreichbar bleibt.
Zeitrahmen sind wichtig. Seit August 2020 ist Bitcoin das leistungsstärkste große Asset, und das nicht annähernd. Weiter herauszoomen und die Lücke wird nur größer. $BTC pic.twitter.com/2yQ3KGtz8w
— Michael Saylor (@saylor) April 5, 2026
Die Situation für Strategy bleibt angespannt. Der durchschnittliche Einstiegspreis des Unternehmens liegt bei etwa 75.700 US-Dollar pro Bitcoin, und der aktuelle Preis impliziert einen nicht realisierten Verlust von rund 3 Milliarden US-Dollar.
Doch der heutige Konflikt zwischen Schiff und Saylor ist keine Debatte über Diagramme, sondern ein Test einer Hypothese: ob ein börsennotiertes Unternehmen überleben und florieren kann, wenn es ein extrem volatiles digitales Asset als einzige Grundlage nutzt, insbesondere wenn dieses Asset nicht nur über ein oder zwei Jahre, sondern über einen Fünfjahreszeitraum kein explosives Wachstum liefert.