
Die dezentrale autonome Organisation von Lido hat einen einmaligen Rückkauf ihres Governance-Tokens vorgeschlagen, um die Preisniveaus inmitten eines längeren Abschwungs zu stützen.
Laut einem von dem Lido Ecosystem Operations Team eingereichten Governance-Vorschlag würde der Plan bis zu 10.000 stETH aus der DAO-Schatzkammer für Lido DAO bereitstellen, um LDO (LDO) zu akkumulieren. Zu aktuellen Preisen beläuft sich die Zuweisung auf fast 20 Millionen US-Dollar.
Die DAO bezeichnete den Schritt als Reaktion auf eine Fehlbewertung und erklärte, er stelle "eine der bedeutendsten Dislokationen zwischen dem Marktpreis von LDO und seinen zugrunde liegenden Protokollgrundlagen in der Geschichte des Tokens dar."
Im Falle der Genehmigung würde der Vorschlag in kleineren Chargen von jeweils 1.000 stETH bis zu einer Gesamtsumme von 10.000 stETH ausgeführt, wobei geplant ist, Limit-Orders zu verwenden oder eine Dollar-Cost-Averaging-Strategie anzuwenden, um Marktvolatilität zu vermeiden.
Die Token-Inhaber haben jedoch das Recht, jede Tranche zu überprüfen, da jede Charge eine separate Genehmigung vor der weiteren Ausführung erfordern würde.
Lido DAO hob auch das LDO-zu-ETH-Verhältnis hervor, das sich nach eigenen Angaben auf "historisch niedrigen Niveaus" befand und mit einem starken Abschlag zu Ether gehandelt wurde, wobei das aktuelle Verhältnis etwa 63 % unter seinem Zweijahresmittelwert lag.
Obwohl Lido laut Dune Analytics-Daten mit einem Marktanteil von etwa 23 % weiterhin an der Spitze des Ethereum Liquid Staking Marktes steht, ist der LDO-Preis um 95,9 % von seinem Höchststand von 7,30 $ gefallen.
In seinem neuesten Update berichtete das Protokoll für 2025 einen Rückgang um 23 % auf 40,5 Millionen US-Dollar, doch die Stiftung argumentiert, dass die Kernleistung trotz des Umsatzrückgangs stark bleibt.
Zum Beispiel fielen die Belohnungen von Lido im gleichen Zeitraum um etwa 20 %, während sich seine Kosten im Jahresvergleich um 13 % verbesserten. Die Take Rate ist ebenfalls von 5 % auf 6,11 % gestiegen.
„Diese Dislokation ist nicht durch eine proportionale Verschlechterung der Protokollleistung gerechtfertigt“, so die DAO.