
IBM hat am Dienstag neue Tools für künstliche Intelligenz für Unternehmen vorgestellt, die Organisationen dabei unterstützen sollen, interne KI-Systeme über hybride Cloud-Umgebungen hinweg aufzubauen und zu verwalten.
Laut einer Pressemitteilung vom 6. Mai kündigte IBM während seiner Think-Konferenz neue Ergänzungen für seine Plattformen IBM Enterprise Advantage und IBM Consulting Advantage an, zusammen mit Kooperationen mit Pearson, Providence, SAP, Amazon Web Services und der US-Regierungs-Cloud-Infrastruktur.
IBM erklärte, die Updates seien darauf ausgelegt, Unternehmen dabei zu helfen, KI-Agenten mit größerer Kontrolle über Daten, Workflows und Interoperabilität über verschiedene Systeme hinweg einzusetzen.
Eines der neuen Angebote, Context Studio, ist jetzt verfügbar und ermöglicht Unternehmen, KI-Agenten zu erstellen, die an interne Geschäftsdaten und operative Prozesse gebunden sind. IBM erklärte, das System solle die Genauigkeit und Relevanz von KI-generierten Ausgaben verbessern und gleichzeitig die Anforderungen an die Datenhoheit unterstützen.
Ein weiteres Tool, Process Studio, soll später auf den Markt kommen und sich darauf konzentrieren, alte operative Verfahren in Workflows umzuwandeln, die von KI-Agenten bearbeitet werden können. IBM erklärte, interne Tests bei einem Kundenprojekt mit 1.400 Verfahren hätten über 1.000 Möglichkeiten zur Workflow-Verbesserung identifiziert und könnten dazu beitragen, die Betriebskosten innerhalb von 18 Monaten um über 25 % zu senken.
IBM hob auch Beispiele für die Akzeptanz in Unternehmen hervor. Der Gesundheitsdienstleister Providence gab an, die KI-Tools von IBM eingesetzt zu haben, um Teile seines Einstellungsprozesses zu automatisieren. Laut dem Unternehmen verbrachten Manager nach der Implementierung 90 % weniger Zeit mit Rekrutierungsaufgaben, während interne Stellenwechsel schneller und genauer wurden.
In der Zwischenzeit entwickeln Pearson und IBM gemeinsam ein System, das KI-Agenten überprüft und kontinuierlich bewertet, um sicherzustellen, dass sie zugewiesene Aufgaben korrekt ausführen können.
Das Unternehmen erweiterte zudem die Interoperabilität zwischen seinen KI-Systemen und den Joule KI-Agenten von SAP durch den Agent2Agent-Standard, wodurch KI-Agenten beider Unternehmen Aufgaben über Unternehmensanwendungen hinweg koordinieren können.
Darüber hinaus ist IBM Consulting Advantage jetzt in einer FedRAMP-autorisierten Umgebung über AWS GovCloud verfügbar, was es US-Bundesbehörden ermöglicht, auf die Plattform zuzugreifen und gleichzeitig die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen der Regierung zu erfüllen.
Die Ankündigung folgt einem breiteren Vorstoß großer Technologieunternehmen, unternehmensspezifische KI-Systeme zu entwickeln, die operative Arbeitsabläufe automatisieren können.
Unternehmen wie Microsoft, Google Cloud und Salesforce haben in jüngster Zeit ihre Investitionen in KI-Agenten und Unternehmensautomatisierungstools ausgebaut, da sich der Wettbewerb um die KI-Infrastruktur im Geschäftsbereich verschärft.