
DoorDash arbeitet mit dem von Stripe und Paradigm unterstützten Tempo zusammen, um die Bezahlung von Liefermitarbeitern in Stablecoins zu untersuchen, während Visa, Banken und Fintechs sich in die Infrastruktur von Tempo einklinken.
DoorDash arbeitet mit dem Blockchain-Projekt Tempo zusammen, um die Bezahlung seiner Lieferkuriere in Stablecoins zu untersuchen, was eines der deutlichsten Zeichen dafür ist, dass On-Chain-Dollars in die Mainstream-Gig-Arbeit in den USA eindringen. Fortune berichtet, dass die Zusammenarbeit Teil von Tempos neuem „Stablecoin-Beratungsdienst“ ist, der Unternehmen helfen soll, konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren und dann Ingenieure zu entsenden, um Stablecoin-Infrastrukturen in ihre bestehenden Produkte zu integrieren.
Tempo, das vom Zahlungsriesen Stripe und der Krypto-Wagniskapitalfirma Paradigm inkubiert wurde, baut eine dedizierte Layer‑1-Blockchain auf, die für schnelle und kostengünstige Stablecoin-Zahlungen statt für den Handel optimiert ist und im Jahr 2025 rund 500 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 5 Milliarden US-Dollar eingesammelt hat. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „Payments-First-Blockchain“, die Gehaltsabrechnungen, Überweisungen und Machine-to-Machine-Zahlungen im realen Maßstab abwickeln kann, wobei Gebühren direkt in an den Dollar gekoppelten Stablecoins statt in einem volatilen nativen Token bezahlt werden.
Laut einer Notiz, die Fortune vorliegt, wird Tempos neue Beratungseinheit aus einem kleinen engagierten Team bestehen, das sich auf das Ingenieurteam der gesamten Organisation stützt, um Kunden bei der Gestaltung von Stablecoin-Szenarien, der Entwicklung von Treasury-Flüssen und der Integration mit Kernbanken- und Zahlungssystemen zu unterstützen. Die Coastal Community Bank und die Finanzdienstleistungsplattform ARQ bauen bereits Stablecoin-Infrastrukturen auf Tempo auf, während Visa, OnePay, Felix, Fifth Third Bank und Howard Hughes Holdings Teile ihrer Zahlungsabläufe in das Netzwerk integrieren.
Stripe, das eigene Richtlinien zur Nutzung von Stablecoins für globale Auszahlungen durch Unternehmen veröffentlicht hat, betrachtet Tempo als die natürliche Erweiterung seiner Karten- und Bankschienen hin zur 24/7-On-Chain-Abwicklung, insbesondere für grenzüberschreitende Plattformen, KI-Agenten und hochfrequente Mikrozahlungen. Paradigm wiederum hat Tempo als das fehlende Puzzlestück in einem Krypto-„Stack“ dargestellt, der historisch eher auf spekulativen Handel als auf vorhersehbare, regulierte Verbraucherzahlungen abgestimmt war.
Wenn das DoorDash-Pilotprojekt und die frühen Bankintegrationen erfolgreich sind, könnte das Tempo-Modell großen Plattformen eine Vorlage bieten, um zumindest einen Teil ihrer Gehaltsabrechnungen, Lieferantenabrechnungen und Embedded-Finance-Produkte auf Stablecoin-Schienen zu verlagern – ohne die Benutzer zu zwingen, sich mit der typischen Krypto-Benutzererfahrung oder Verwahrungsproblemen auseinanderzusetzen. Für Gig-Worker und Händler könnte dies letztendlich zu schnelleren, programmierbaren Auszahlungen führen; für Aufsichtsbehörden wird es die Debatten darüber intensivieren, wie Stablecoin-basierte Löhne und Einlagen zu überwachen sind, wenn sie sich von Krypto-Nischen in den Mainstream-Arbeitsmarkt bewegen.