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US-Gemeinschaftsbanken lehnen die Genehmigung der Coinbase Trust-Charter durch die OCC ab
Die Independent Community Bankers of America warnen, dass die Trust-Charter von Coinbase nicht den regulatorischen Standards entspricht und Risiken für Verbraucher sowie das Finanzsystem darstellen könnte.
2026-04-03 Quelle:cointelegraph.com

Die Independent Community Bankers of America (ICBA) haben der bedingten Genehmigung der nationalen Treuhandbanklizenz von Coinbase durch das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) widersprochen. Sie warnten, dass der Antrag die regulatorischen Standards nicht erfüllt und Risiken für Verbraucher und das Finanzsystem darstellen könnte.

Am Donnerstag erklärte die ICBA, dass Coinbases Antrag Mängel bei Risikokontrollen, Rentabilität und Abwicklungsplanung aufweise. Sie argumentierte, dass dem OCC die gesetzliche Befugnis fehle, Treuhandbefugnisse für kryptobezogene Aktivitäten zu erweitern, ohne die vollständigen Bankvorschriften anzuwenden.

Die Gruppe sagte, die Entscheidung spiegele einen breiteren Trend wider, bei dem Nichtbank-Einheiten Zugang zu den Vorteilen von Banklizenzen suchen, ohne die gleichen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Sie schrieb:

Der plötzliche Zustrom von Anträgen zeigt, dass Nichtbank-Einheiten die Vorteile einer US-Banklizenz suchen, ohne den vollständigen Umfang der US-Bankvorschriften zu erfüllen.

Auch der Americans for Financial Reform Education Fund kritisierte die Entscheidung und warnte, dass die Genehmigung vom langjährigen Bankrecht abweicht und das Finanzsystem Risiken im Zusammenhang mit der Volatilität des Kryptomarktes, Betrug und Geldwäsche aussetzen könnte.

Die Einwände folgen auf die bedingte Genehmigung des Antrags von Coinbase zur Gründung einer nationalen Treuhandbank durch das OCC am Donnerstag, nach sechsmonatiger Prüfung durch die US-Regulierungsbehörde.

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Der Widerstand der Branche gegen die OCC-Genehmigung für Coinbase wächst. Quelle: Americans for Financial Reform Education Fund

Coinbase veröffentlichte am Donnerstag eine Erklärung, in der es hieß, die Lizenz würde ihr Verwahrungs- und Marktinfrastrukturgeschäft unter Bundesaufsicht stellen. Das Unternehmen betonte, dass es nicht plant, Kundeneinlagen zu halten oder sich an Teilreserve-Krediten zu beteiligen, und fügte hinzu, dass „der richtige Weg für Krypto durch das System – nicht um es herum – führt.“

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Streit um Stablecoin-Renditen verzögert Gesetzentwurf zur Krypto-Marktstruktur

Der Widerstand ist Teil eines umfassenderen Streits zwischen Bankengruppen und Kryptounternehmen über die Rolle digitaler Vermögenswerte im Finanzsystem, insbesondere im Hinblick auf Stablecoins und renditetragende Produkte.

Im Januar warnte Brian Moynihan, CEO der Bank of America, dass die Erlaubnis für Stablecoin-Emittenten, Zinsen anzubieten, bis zu 6 Billionen US-Dollar an Einlagen aus dem Bankensystem abziehen könnte, was die Kreditvergabekapazität reduzieren und die Kreditkosten in die Höhe treiben würde.

Branchengruppen wie das Bank Policy Institute haben ähnliche Bedenken in Schreiben an Gesetzgeber geäußert. Sie argumentieren, dass regulatorische Lücken es renditetragenden Stablecoin-Produkten ermöglichen könnten, Beschränkungen zu umgehen und traditionelle Kreditkanäle zu stören.

Die Debatte findet derzeit in Washington statt, wo Coinbase an politischen Diskussionen über den US Digital Asset Market Clarity Act beteiligt ist, einem Gesetzentwurf, der darauf abzielt, bundesweite Regeln für die Krypto-Aufsicht zu etablieren.

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Quelle: Brian Armstrong

Während Brian Armstrong, CEO von Coinbase, im Januar sagte, dass das Unternehmen den Gesetzentwurf in der vorliegenden Form aufgrund von Einschränkungen bei Stablecoin-Renditen nicht unterstützen könne, erklärte Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, am Donnerstag, dass sich die Gesetzgeber den Kernelementen des Gesetzentwurfs annähern, obwohl die Renditefrage ein wichtiger Knackpunkt bleibt.

Der Streit hat eine Beratung des Bankenausschusses des Senats verzögert, einen notwendigen Schritt, bevor der Gesetzentwurf einer vollständigen Senatsabstimmung zugeführt werden kann, wodurch umfassendere Bemühungen zur Schaffung eines föderalen Rahmens für digitale Vermögenswerte ungelöst bleiben.

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