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CLARITY Act Stablecoin-Ertragskompromissformulierung jetzt von der Branche überprüft
Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks erzielten am 20. März eine grundsätzliche Einigung zum Stablecoin-Yield; der formale Entwurf wurde am 24. März von Führungskräften der Kryptoindustrie und am 25. März von Banken geprüft. Der Kompromiss verbietet passives Yield auf Stablecoin-Guthaben, erlaubt jedoch aktivitätsbasierte Belohnungen, die mit Zahlungen, Überweisungen oder der Nutzung der Plattform verbunden sind. Polymarket bewertete das CLARITY-Gesetz am 2. April mit einer 66%igen Wahrscheinlichkeit, im Jahr 2026 Gesetz zu werden.
2026-04-04 Quelle:crypto.news

Die Kompromissformulierungen des Digital Asset Market Clarity Act bezüglich der Rendite von Stablecoins wurden in geschlossenen Sitzungen auf dem Capitol Hill unter Stakeholdern der Krypto- und Bankenbranche verbreitet, wobei eine Überarbeitung im Senatsbankenausschuss nun für die zweite Aprilhälfte anvisiert wird – obwohl der Text eine gemischte und teilweise feindselige Aufnahme gefunden hat.

Zusammenfassung
  • Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks erzielten am 20. März eine grundsätzliche Einigung über die Stablecoin-Rendite; der formale Entwurf wurde am 24. März von Führungskräften der Kryptoindustrie und am 25. März von Banken geprüft.
  • Der Kompromiss verbietet passive Renditen auf Stablecoin-Guthaben, erlaubt jedoch aktivitätsbasierte Belohnungen, die an Zahlungen, Überweisungen oder die Nutzung der Plattform gebunden sind.
  • Polymarket bezifferte die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act bis zum 2. April 2026 Gesetz wird, auf 66 %.

Das Tillis-Alsobrooks-Abkommen zieht eine klare Grenze: Plattformen dürfen keine Rendite – direkt oder indirekt – für das bloße Halten eines Stablecoins anbieten. Belohnungen bleiben nur zulässig, wenn sie an Nutzeraktivitäten gebunden sind, nicht an passive Guthaben. Der Rahmen gibt der SEC, CFTC und dem Finanzministerium zwölf Monate Zeit, um festzulegen, welche spezifischen Belohnungsprogramme zulässig sind.

Der Kompromisstext

„Der Kompromiss, an dem Senator Tillis und ich gearbeitet haben, ist einer, von dem wir glauben, dass er uns die notwendigen Leitplanken an die Hand geben wird, um den Abfluss von Einlagen zu verhindern“, sagte Senatorin Alsobrooks auf einem Gipfel der American Bankers Association.

Die Position der Bankenbranche spiegelt existenzielle Bedenken wider. Analysten von Standard Chartered schätzten, dass eine offene Renditebestimmung bis 2028 bis zu 500 Milliarden US-Dollar an Einlagen von traditionellen Banken in Stablecoin-Produkte umleiten könnte. Die Banken gewannen das Kernargument, das sie anstrebten: passive Renditen sind vom Tisch.

Reaktionen der Industrie

Die Reaktion der Industrie war alles andere als einheitlich. Als der Deal zum ersten Mal aufkam, wurde das Marktstrukturgesetz als potenzieller Wegbereiter für eines der folgenreichsten Krypto-Gesetzgebungsereignisse dieses Zyklus dargestellt. Der tatsächliche Text ist jedoch näher an der Bankenposition gelandet als die frühere Kompromissformulierung des Weißen Hauses. Coinbase teilte den Senatsmitarbeitern privat mit, dass es den Entwurf vom 23. März nicht akzeptieren könne. Auch Stripe hat Einspruch erhoben. Das breitere institutionelle Interesse an regulierten Krypto-Produkten – von ETFs bis hin zu strukturierten Token – macht das Ergebnis des CLARITY Act zu einer entscheidenden Variable für die gesamte institutionelle Krypto-Pipeline im Jahr 2026.

Der Text zur Stablecoin-Rendite ist nicht das einzige noch offene Thema. Senatsdemokraten konzentrieren sich auf Ethikformulierungen, die Regierungsbeamten und ihren Familien untersagen, persönlich von Krypto-Beständen zu profitieren. Auch DeFi-Bestimmungen und die potenzielle Anbindung der Deregulierung von Gemeinschaftsbanken an den Gesetzentwurf bleiben ungelöst.

Der Zeitplan

Der Senat befand sich nur bis zum 9. April in einer Pro-forma-Sitzung und kehrt am 13. April zur vollen Sitzung zurück. Senator Bernie Moreno hat explizit erklärt, dass die Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte möglicherweise nicht vor dem Midterm-Wahlzyklus vorankommt, wenn der Gesetzentwurf nicht bis Mai den gesamten Senat erreicht. Der CLARITY Act wurde im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen vom Repräsentantenhaus verabschiedet und im Januar 2026 vom Senatsausschuss für Landwirtschaft genehmigt. Er kommt mit breiter Unterstützung in den Bankenausschuss – aber mit einem schwindenden Zeitfenster, das kaum Raum für weitere substanzielle Überarbeitungen lässt.