
Die brasilianische Zentralbank hat virtuelle Vermögenswerte von der Abwicklung innerhalb regulierter internationaler Zahlungskorridore ausgeschlossen.
Die Regel gilt für eFX-Dienste, die bestimmte grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen umfassen. Die Banco Central do Brasil veröffentlichte am Donnerstag die Resolution BCB Nr. 561. Die Maßnahme aktualisiert die Regeln für Zahlungsdienstleister, die unter dem Devisenrahmen des Landes agieren.
Die neue Regel besagt, dass Zahlungen oder Eingänge zwischen einem eFX-Anbieter und einem ausländischen Vertragspartner Devisentransaktionen nutzen müssen. Anbieter können auch Bewegungen auf einem brasilianischen Real-Konto eines Nichtansässigen verwenden.
Die Resolution verbietet die Verwendung virtueller Vermögenswerte für diese Zahlungen und Eingänge. Dies bedeutet, dass Krypto und Stablecoins Transaktionen nicht innerhalb des regulierten eFX-Kanals abwickeln können.
Die Maßnahme verbietet keine Krypto-Transfers in ganz Brasilien. Sie blockiert lediglich die Krypto-Abwicklung innerhalb des überwachten eFX-Rahmens.
Übergangsregeln gelten auch für Unternehmen, die noch nicht als zugelassene eFX-Anbieter gelistet sind. Diese Unternehmen können ihren Betrieb fortsetzen, wenn sie bis zum 31. Mai 2027 die Genehmigung der Zentralbank beantragen.
Sie müssen jedoch dieselbe Abwicklungsregel befolgen. Ihre Zahlungen und Eingänge dürfen keine virtuellen Vermögenswerte verwenden.
Brasilien hat die Aufsicht über kryptobezogene Zahlungsströme verstärkt, da die Nutzung von Stablecoins zunimmt. Die Zentralbank hat virtuelle Vermögenswerte in ihr Finanz- und Devisenregelwerk aufgenommen.
Im November 2025 legten die Regulierungsbehörden neue Regeln für Anbieter von virtuellen Vermögenswerten fest. Diese umfassten Genehmigungspflichten und Regeln für Krypto-Dienste, die an den Devisenmarkt gebunden sind.
BCB-Gouverneur Gabriel Galipolo erklärte zuvor, dass die Krypto-Nutzung in Brasilien in den letzten Jahren zugenommen habe. Er sagte, etwa 90 % der Ströme seien mit Stablecoins verbunden, was Bedenken hinsichtlich Besteuerung, Geldwäsche und Deckung aufwerfe.
Die Zentralbank hat auch Stablecoins überprüft, die außerhalb ihrer Aufsicht ausgegeben wurden. In einer technischen Notiz an den Kongress warnte sie, dass solche Token in Brasilien mit Verboten oder strengen Auflagen rechnen könnten.
Die Notiz besagte, dass in Real denominierte Stablecoins, die außerhalb der BCB-Aufsicht ausgegeben werden, die regulatorische Gleichheit und monetäre Souveränität beeinträchtigen könnten. Sie sagte auch, dass Stablecoins in Fremdwährung Bedenken hinsichtlich Kapitalflüssen und der Fragmentierung des Zahlungssystems aufwerfen könnten.