
Nach Jahren der Spekulation und Erwartung steht der Finanzdienstleistungsriese Charles Schwab in den kommenden Wochen endlich kurz davor, in den Spot-Kryptowährungsmarkt einzutreten. Die Kunden der Bank erhalten die Möglichkeit, Bitcoin und Ethereum direkt in ihren bestehenden Brokerage-Konten zu handeln.
Doch laut Eric Balchunas von Bloomberg wird das neue Angebot ein eher schwieriger Verkauf sein. Er prognostiziert, dass es Schwierigkeiten haben wird, mit bestehenden ETF-Angeboten zu konkurrieren.
Nach dem Start mit Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) plant Schwab schließlich, die Liste der verfügbaren Kryptowährungen zu erweitern.
Es ist jedoch zu beachten, dass eine Gebühr von 75 Basispunkten (0,75%) auf den Dollarwert jedes einzelnen Krypto-Handels erhoben wird.
Balchunas räumte ein, dass Schwabs integrierte Handelsfunktion "definitiv ein besseres Angebot als die meisten Krypto-Börsen für Neulinge" sei. Sie wäre immer noch eine bessere Option für Neueinsteiger im Vergleich zu traditionellen digitalen Asset-Börsen wie Coinbase, die für ihre notorisch hohen Gebühren bekannt sind.
Dennoch erinnerte Balchunas an die äußerst niedrigen Kosten für den Kauf eines Spot-Krypto-ETFs. "Meiner Meinung nach ist es ein schwieriger Verkauf im Vergleich zu ETFs (die 2 Basispunkte zum Kauf kosten, gegenüber 75 Basispunkten für Schwab direkt)", erklärte Balchunas.
Der direkte Besitz von Coins ist laut Balchunas natürlich ein großer langfristiger Vorteil. Direkte Krypto-Käufe verursachen keine laufende jährliche Verwaltungsgebühr. Daher ist es möglich, die hohen anfänglichen Handelskosten für diejenigen auszugleichen, die sich entscheiden, BTC über einen langen Zeitraum zu halten.
Balchunas bot Anlegern eine einfache Faustregel für den Break-even-Punkt zwischen den beiden Anlageformen an. "Fazit: Wenn Sie BTC einmalig kaufen und nur einmal kaufen und planen, 5+ Jahre zu halten, dann ist der direkte Kauf günstiger", schloss Balchunas. "Andernfalls gewinnen ETFs den ganzen Tag über."