
Bitdeer gab am Mittwoch bekannt, dass sein Finanzvorstand (Chief Financial Officer), Jianchun Liu, Ende Juni zurücktreten und in eine Beraterrolle übergehen wird. Der erfahrene Finanzexperte im Technologiesektor, Michael Potter, wird die Nachfolge antreten.
Potter war zuvor von 2019 bis 2025 Finanzvorstand des Gaming-Hardware-Herstellers Corsair Gaming, wo er maßgeblich am Börsengang des Unternehmens im Jahr 2020 mitwirkte und Kapitalmarkttransaktionen beaufsichtigte, wie aus einer Einreichung hervorgeht.
Vor seiner Zeit bei Corsair hatte Potter leitende Positionen in der Technologie- und Halbleiterindustrie inne, unter anderem bei Lattice Semiconductor, Honeywell, NeoPhotonics und STATS ChipPAC.
Die Einreichung besagt, dass Liu aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist und dem Unternehmen nach dem Übergang als Hauptberater erhalten bleiben wird.
Die Bitdeer-Aktien (BTDR) fielen im frühen Handel um etwa 3 %, obwohl die Aktie laut The Block-Daten weiterhin nahe an ihrem Sechsmonatshoch liegt.
Der Führungswechsel erfolgt, da Bitdeer über sein Kerngeschäft Bitcoin-Mining hinaus expandiert und Investitionen sowie Bemühungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing-Infrastruktur verstärkt.
Bitdeer hat in den letzten Quartalen stark auf das Branding von KI-Infrastruktur gesetzt. Die Gewinnberichte hoben GPU-Cloud-Dienste, Hochleistungsrechnen und Colocation neben dem Bitcoin-Mining hervor. In seinem jüngsten Quartalsbericht Anfang dieses Monats beschrieb sich Bitdeer als „Technologieunternehmen für KI- und Bitcoin-Mining-Infrastruktur“.
Das Unternehmen gab an, dass seine annualisierten KI-Cloud-Einnahmen kürzlich fast 70 Millionen US-Dollar erreichten, während die GPU-Implementierungen auf über 4.100 Einheiten mit einer Auslastung von mehr als 90 % stiegen, so eine aktuelle Analystennotiz von Benchmark.
Bitdeer hat sich auch auf seine globalen Stromkapazitäten von rund 3 Gigawatt an Standorten in den USA, Norwegen, Bhutan, Äthiopien, Kanada und Malaysia konzentriert. Mehrere dieser mit Krypto-Mining verbundenen Anlagen werden neu bewertet, um sie für KI-Cloud- und Colocation-Workloads umzurüsten, so die Q1-Einreichung. Dazu gehört Bitdeers Tydal-Projekt in Norwegen, das nach Angaben des Managements nach Fertigstellung das größte operative KI-Rechenzentrum des Landes werden soll.
Vorerst bleibt das Eigen-Mining jedoch die dominierende Geschäftssparte des Unternehmens und generierte vierteljährliche Gesamteinnahmen von 146,9 Millionen US-Dollar.
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