
Ein Makro-Squeeze bildet sich an den globalen Märkten, und Analysten sagen, Bitcoin befinde sich mittendrin.
Laut der Preisseite von The Block wird Bitcoin (BTC) knapp unter 69.000 US-Dollar gehandelt und hält sich in einer engen Spanne, da Energiemärkte, Geldpolitik und geopolitische Risiken in verschiedene Richtungen ziehen, was die Liquidität komprimiert und die Richtung unklar lässt.
Doch während sich die Preisentwicklung beruhigt hat, ist das Umfeld alles andere als ruhig. Analysten von QCP Capital und Glassnode sagen, das aktuelle Setup spiegele einen Markt wider, der auf Kapital wartet, anstatt an Struktur zu mangeln.
Bitcoin hat sich nach der jüngsten Volatilität stabilisiert, wobei der Verkaufsdruck nachlässt und die ETF-Zuflüsse leicht positiv werden, obwohl die Spot-Nachfrage gedämpft bleibt. QCP Capital argumentiert, dass dieses Ungleichgewicht den Markt in Schach hält.
"Bitcoin pendelt um die 70.000 US-Dollar, und die Preisentwicklung fühlt sich immer noch eher wie eine ruhige Konsolidierung als wie offener Stress an", so die Analysten von QCP Capital, die feststellen, dass die Makro-Unsicherheit weiterhin die Stimmung beherrscht.
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Einerseits hat sich die Unterstützung im Bereich der oberen 60.000 US-Dollar gehalten, wo Käufer weiterhin Abwärtsdruck absorbieren. Andererseits baut sich ein Widerstand knapp über 72.000 US-Dollar auf – eine Zone, die Händler als "Luftlücke" bezeichnen, wo dünne historische Positionierungen Bewegungen beschleunigen könnten, falls die Nachfrage steigt.
Analysten von Bitfinex sagen, der nächste Schritt hänge nun davon ab, ob sich diese Nachfrage materialisiert.
"Irans Dementi ist markt-irrelevant", sagten sie und argumentierten, dass die Signale der USA zur Deeskalation – und nicht widersprüchliche Narrative – die Preisgestaltung bestimmen. Das entscheidende Niveau bleibt die Akzeptanz über 72.000 US-Dollar, was den Weg zu 82.000 US-Dollar ebnen könnte.
Bis dahin steckt der Markt in einem Wartezustand fest.
Das breitere Makro-Bild erklärt, warum. Die Energiepreise sind weiterhin hoch, Zentralbanken halten die Zinsen angesichts der Inflationsunsicherheit, und geopolitische Spannungen im Nahen Osten stören weiterhin die Erwartungen über alle Anlageklassen hinweg.
Kraken Research weist auf ein potenzielles Stagflations-Szenario hin, bei dem sich abschwächendes Wachstum mit ölgetriebener Inflation trifft. Analysten der Krypto-Börse sagen, es sei eine Kombination, die politische Entscheidungen erschwert und die Aussichten für Risikoanlagen trübt.
Diese Mischung befeuert, was einige Experten als Phase der "Liquiditätskompression" bezeichnen.
"Die Fehlstellung von Energiekontrolle, geldpolitischer Straffung und eskalierenden Konflikten drängt die Liquidität in einen Kompressionsbereich", sagte ein Bitunix-Analyst und fügte hinzu, dass Bitcoin weniger als Richtungs-Trade agiert, sondern vielmehr als Barometer für die Risikobereitschaft.
Vorerst liefern die Zuflüsse immer noch ein gemischtes Signal. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im März Nettozuflüsse von rund 1,5 Milliarden US-Dollar, eine Umkehrung der Abflüsse vom Februar, obwohl sie immer noch hinter der stärkeren Aktivität im Januar zurückbleiben.
Die Verschiebung deutet auf eine vorsichtige institutionelle Wiederbeteiligung hin, ohne eine vollständige Rückkehr der Überzeugung.
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Derweil deutete eine frühere Analyse von K33 darauf hin, dass die aktuelle Konsolidierungsphase eine potenzielle Basisbildung darstellt, wobei der Verkaufsdruck nachlässt, selbst wenn die Makro-Gegenwinde anhalten.
Positionierungsdaten erzählen eine ähnliche Geschichte. Derivate-Märkte sind derzeit defensiv, mit immer noch negativen Funding-Raten und erhöhter Nachfrage nach Absicherung gegen Abwärtsrisiken. Spot-Volumen haben jedoch noch keine nachhaltige Expansion gezeigt, was die Annahme verstärkt, dass der Erholung eine breite Beteiligung fehlt.
Im Grunde genommen bricht Bitcoin weder ein noch aus; es absorbiert. Einige sehen Akkumulation unter der Oberfläche. Andere sehen einen Markt, der auf Klarheit wartet – sei es von Inflationsdaten, Zentralbanken oder Geopolitik – bevor er sich einer Richtung verschreibt.
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