
Das Cato Institute, eine Denkfabrik mit Sitz in Washington, hat die US-Steuerbehandlung von Bitcoin kritisiert und argumentiert, dass der derzeitige Rahmen die alltägliche Nutzung des Assets als Geld unpraktisch macht.
In einem diese Woche veröffentlichten Blogbeitrag schrieb Forschungsstipendiat Nick Anthony, dass „Bitcoin-Steuern keinen Sinn ergeben“, und verwies auf Kapitalertragsregeln, die jede Transaktion als steuerpflichtiges Ereignis behandeln.
„Es war noch nie einfacher, Bitcoin als Geld zu nutzen“, sagte Anthony. „Doch gleichzeitig belastet das Steuergesetz ehrliche Bürger ungemein.“
Nach den aktuellen US-Vorschriften wird Bitcoin (BTC) als Eigentum und nicht als Währung behandelt. Das bedeutet, dass die Ausgabe – selbst für kleine Einkäufe – von den Nutzern verlangt, Gewinne oder Verluste auf der Grundlage des Erwerbszeitpunkts des Assets und seines Wertes zum Zeitpunkt der Transaktion zu berechnen.
Das Ergebnis, so Anthony, sei ein System, das den realen Gebrauch entmutigt. Der tägliche Kauf einer Tasse Kaffee mit Bitcoin kann sich im Laufe der Zeit in Dutzende von Seiten an Einreichungen verwandeln, da jede Transaktion einzeln verfolgt und gemeldet werden muss. Er wies auch auf den damit verbundenen Verwaltungsaufwand hin. Nutzer müssen Erwerbsdaten, Anschaffungskosten und Transaktionswerte für jede Zahlung angeben, typischerweise über das Formular 8949 und zugehörige Einreichungen.
Jenseits der Komplexität fördert die Struktur selbst das Halten gegenüber dem Ausgeben.
Kapitalertragsregeln sind darauf ausgelegt, langfristiges Investitionsverhalten zu belohnen, eine Eigenschaft, die mit Bitcoins potenzieller Rolle als Tauschmittel kollidiert, so der Bericht.
Die Denkfabrik skizzierte mehrere politische Optionen, darunter die vollständige Abschaffung der Kapitalertragssteuern bis hin zur Schaffung von Ausnahmen für Kryptowährungszahlungen.
Eine weitere Idee schlug vor, einen De-minimis-Schwellenwert einzuführen, um kleinere Transaktionen auszunehmen und die Belastung zu reduzieren.
Anthony hob bestehende Vorschläge hervor, wie den Virtual Currency Tax Fairness Act, der Gewinne unter 200 US-Dollar befreien würde. Der Forscher von Cato vertrat jedoch die Meinung, dass der Schwellenwert zu niedrig sei, um das typische Konsumverhalten widerzuspiegeln.
Catos Forschungsarbeit ist zeitgemäß, da US-Steuerzahler derzeit eine weitere Einreichungssaison und sich entwickelnde Krypto-Meldepflichten bewältigen.
Der Internal Revenue Service hat in den letzten Jahren die Offenlegungsvorschriften erweitert, was zusätzliche Komplexitätsebenen geschaffen hat, die bereits Kritik von Branchenteilnehmern hervorgerufen haben.
Gleichzeitig haben politische Entscheidungsträger mögliche Erleichterungen geprüft. Die Trump-Regierung hat Unterstützung für eine De-minimis-Steuerbefreiung für Krypto-Transaktionen signalisiert und erklärt, dass sie weiterhin legislative Optionen prüfen wird.
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