
Frisches Kapital floss zu Beginn der Woche in die US-Spot-Bitcoin-ETFs zurück, wobei der Montag den stärksten eintägigen Zufluss seit über anderthalb Monaten verzeichnete.
Daten von SoSoValue zeigten, dass die Gruppe der Fonds Nettozuflüsse von 471,3 Millionen US-Dollar verzeichnete, verteilt auf sechs Emittenten.
BlackRocks IBIT führte den Tag mit 181,9 Millionen US-Dollar an, gefolgt von Fidelitys FBTC, das 147,3 Millionen US-Dollar einbrachte. Derweil fügten ARK Invest und 21Shares' ARKB weitere 118,7 Millionen US-Dollar hinzu. Zusätzliche Zuflüsse wurden auch bei Produkten von Grayscale, Bitwise und VanEck verzeichnet.
Der Wert vom Montag ist der höchste Tageszufluss seit dem 25. Februar, als die Nettozuflüsse 506 Millionen US-Dollar erreichten. Der Aufschwung machte die am 1. April verzeichneten Nettoabflüsse von 173,7 Millionen US-Dollar effektiv zunichte und signalisiert eine schnelle Trendwende bei der Anlegerpositionierung.
Neben Bitcoin verzeichneten auch Spot-Ethereum-Produkte Nettozuflüsse von 120,2 Millionen US-Dollar, was den höchsten Tageswert seit Mitte März darstellt.
Laut Marktanalysten könnten diese Zuflüsse weiterhin eine strukturelle Unterstützung für Bitcoin bieten und dazu beitragen, dass es sich über seine aktuelle Spanne hinausbewegt. Die anhaltende makroökonomische Unsicherheit könnte jedoch die Kursentwicklung belasten und einen nachhaltigen Aufwärtstrend begrenzen.
Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran haben sich in den zweiten Monat gezogen, ohne einen klaren Weg zur Deeskalation. Donald Trump hat den 7. April als Frist für den Iran festgelegt, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, eine kritische Route, die seit Wochen geschlossen ist und zu steigenden globalen Ölpreisen beigetragen hat.
Trump warnte vor einer „vollständigen Zerstörung“ der iranischen Kraftwerke und Brücken, falls die Forderung nicht erfüllt wird, eine Aussage, die die Besorgnis über eine weitere Eskalation verstärkt hat.
Vorerst wird erwartet, dass Bitcoin empfindlich auf makroökonomische Bedingungen reagieren wird. Sollten sich die Spannungen im Nahen Osten abkühlen, könnte dies eine Rückkehr der Risikobereitschaft fördern.