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Bankengruppen stellen Senator Thom Tillis wegen Stablecoin-Vorschlags in Frage
US-Bankengruppen haben angegeben, dass die überarbeitete Fassung des CLARITY Act weiterhin stabile Coin-Belohnungen erlaubt, die Einlagen von traditionellen Banken abziehen könnten. Handelsverbände warnten, dass Anreize, die an Guthaben oder Haltefristen gebunden sind, trotz des vorgeschlagenen Verbots von Erträgen ein depositenähnliches Renditeprofil nachbilden könnten. Gesetzgeber, darunter die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks, verteidigten den Kompromiss als einen Weg nach vorne, obwohl Meinungsverschiedenheiten mit den Banken weiterhin bestehen.
2026-05-05 Quelle:crypto.news

US-Bankengruppen haben sich gegen die neueste Formulierung des CLARITY Acts zu Stablecoin-Belohnungen gewehrt und argumentieren, dass diese Risiken für Bankeinlagen nicht ausreichend verhindere.

Zusammenfassung
  • US-Bankengruppen haben erklärt, dass die aktualisierte Formulierung des CLARITY Acts immer noch Stablecoin-Belohnungen zulässt, die Einlagen von traditionellen Banken abziehen könnten.
  • Handelsverbände warnten, dass Anreize, die an Guthaben oder Haltedauern gebunden sind, einlagenähnliche Renditen nachbilden könnten, trotz des vorgeschlagenen Zinsverbots.
  • Gesetzgeber, darunter die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks, haben den Kompromiss als einen Weg nach vorn verteidigt, auch wenn die Meinungsverschiedenheiten mit den Banken andauern.

Laut einer gemeinsamen Erklärung der American Bankers Association, des Bank Policy Institute, der Consumer Bankers Association, des Financial Services Forum und der Independent Community Bankers of America reichen die überarbeiteten Bestimmungen bezüglich der Stablecoin-Rendite „nicht aus“, um die Abwanderung von Einlagen zu verhindern, trotz der Bemühungen der Gesetzgeber, das Problem anzugehen. 

Die Gruppen sagten, die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks „verfolgen das richtige politische Ziel“, obwohl der aktuelle Entwurf Lücken im Zusammenhang mit Belohnungsstrukturen nicht vollständig schließt.

Banken warnen vor Einlagenabflüssen trotz Zinsbeschränkungen

Die Bedenken der Bankenkoalitionen konzentrieren sich darauf, wie der Vorschlag zinsähnliche Zahlungen auf inaktive Stablecoin-Guthaben einschränkt, während er transaktionsbasierte Anreize weiterhin zulässt. Die Gruppen sagten, solche Anreize, wenn sie an die Höhe des Guthabens, die Dauer oder die Haltedauer geknüpft sind, könnten einlagenähnliche Renditen nachbilden und Gelder von traditionellen Banken abziehen. 

In ihrer Erklärung argumentierten sie, dass „die offene Anreizsetzung für das inaktive Halten von Zahlungs-Stablecoins“ das beabsichtigte Verbot untergraben könnte, indem Belohnungen an die Dauer und Menge der gehaltenen Stablecoins geknüpft werden.

Unter Bezugnahme auf frühere Untersuchungen sagten die Bankengruppen, dass eine umfassende Stablecoin-Adoption Billionen an Abflüssen aus dem US-Bankensystem auslösen könnte, wobei Gemeinschaftsbanken aufgrund begrenzter Bilanzflexibilität am stärksten betroffen wären. 

Sie verwiesen auf eine Analyse des Ökonomen Andrew Nigrinis, der warnte, dass solche Abflüsse „alle Verbraucher-, Kleinunternehmer- und Agrarkredite um ein Fünftel oder mehr reduzieren könnten“, wobei Einlagenverluste direkt mit der Kreditvergabekapazität verknüpft werden.

Gleichzeitig zeigten Schätzungen von Wirtschaftsexperten des Weißen Hauses, die im April veröffentlicht wurden, eine begrenztere Auswirkung. Diese Analyse ergab, dass ein Verbot der Stablecoin-Rendite die Kreditvergabe der Banken um etwa 2,1 Milliarden US-Dollar erhöhen könnte, was etwa 0,02 % entspricht, was auf einen nur geringfügigen Effekt auf die Kreditexpansion hindeutet.

Die Gesetzgeber haben die aktuelle Formulierung nach monatelangen Diskussionen zwischen Regulierungsbehörden, Banken und Kryptofirmen als einen ausgehandelten Mittelweg dargestellt. Der überarbeitete Text verbietet Zahlungen, die Einlagenzinsen ähneln, während Belohnungen erlaubt sind, die an echte Aktivitäten geknüpft sind – eine Unterscheidung, die ein zentraler Streitpunkt geblieben ist.

In öffentlich geteilten Kommentaren sagte Tillis, der Kompromiss ziele darauf ab, zu verhindern, dass Stablecoin-Belohnungen wie Einlagenzinsen funktionieren, während Plattformen weiterhin alternative Anreize anbieten dürfen. Er fügte hinzu, dass der Ansatz einen parteiübergreifenden Weg zur Verabschiedung des CLARITY Acts und zur Schaffung regulatorischer Klarheit für digitale Vermögenswerte unterstützt, wobei er den anhaltenden Widerstand aus Teilen des Bankensektors anerkannte.

Der Streit um Stablecoin-Belohnungen hat den Fortschritt des umfassenderen Marktstrukturgesetzes verlangsamt, das das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen verabschiedet hat, aber im Senat noch Hürden überwinden muss. Die Gesetzgeber mussten sich auch mit Terminzwängen, Debatten über kryptobezogene Interessenkonflikte und Bedenken im Zusammenhang mit illegaler Finanzierung auseinandersetzen.

Die Bankengruppen erklärten, sie planten, in den kommenden Tagen detaillierte Empfehlungen an die Gesetzgeber zu übermitteln, und bekräftigten, dass klarere Beschränkungen notwendig seien, um einlagenbasierte Kreditsysteme zu schützen, insbesondere für lokale und Gemeinschaftsinstitute. 

Unterdessen hat sich die Unterstützung von Kryptofirmen nach früheren Rückschlägen, wie einer abgesagten Anhörung des Senatsausschusses für Banken aufgrund von Widerstand seitens Coinbase, stabilisiert, wobei Coinbase den neuesten Entwurf inzwischen unterstützt hat.