
Stablecoins sind „still und leise zu einem Kernbestandteil der Finanzinfrastruktur geworden“ und haben das On-Chain-Finanzwesen über einen „Punkt ohne Wiederkehr“ hinausgetrieben, so ein neues a16z Krypto-Rahmenwerk. Dieses stellt programmierbare Dollar als Basisschicht für einen Multi-Chain-, Banking-as-a-Service-Stack und eine kommende Welle von On-Chain-Krediten dar.
Stablecoins sind laut einem neuen Rahmenwerksbericht von a16z crypto still und leise zu einem Kernbestandteil der Finanzinfrastruktur geworden und haben das On-Chain-Finanzwesen über den „Punkt ohne Wiederkehr“ hinausgetrieben. Unter dem Titel „The New Stack of Global Finance: The Stablecoin Edition“ argumentiert die Analyse, dass das, was als Nischen-Handelsinstrument begann, sich zu einer globalen Abwicklungsschicht und einer neuen Art von „Banking-as-a-Service“-Stack entwickelt hat, der bereits die Art und Weise, wie Geld bewegt wird, neu gestaltet.
In dem Bericht schreibt a16z crypto, dass sich Stablecoins zu „fundamentalen Finanzpipelines“ entwickelt haben, wobei programmierbare Dollar nun in Verbraucher-Apps, Fintech-Plattformen und institutionelle Arbeitsabläufe eingebettet sind. Das Unternehmen beschreibt ein neues BaaS-Modell, in dem On-Chain-Emittenten und Infrastrukturanbieter „sofortige, API-native Bilanzdienstleistungen“ anbieten, die unter Wallets, Börsen, Neobanken und sogar traditionellen Institutionen angesiedelt sind.
„Der Übergang zu On-Chain-Finanzen hat den Punkt ohne Wiederkehr überschritten“, schließen die Autoren und argumentieren, dass selbst wenn die Preise korrigieren, die zugrunde liegenden Infrastrukturen weiterhin in Volumen und Komplexität skalieren werden.
Der Bericht unterteilt die heutige Blockchain-Landschaft in drei Kernkategorien: Allzweck-Chains wie Ethereum, Solana und Layer-2-Netzwerke; zahlungsspezifische Chains wie Stripes Tempo; und institutionelle Netzwerke wie Canton, die sich an regulierte Teilnehmer und genehmigungspflichtige Arbeitsabläufe richten.
Jede Kategorie, so a16z, ist zunehmend durch Stablecoins miteinander verbunden, die als gemeinsames Abwicklungsinstrument fungieren, egal ob der Endnutzer ein Einzelhandelsspieler oder eine globale Bank ist.
Auf der Bankenseite widerspricht a16z der Vorstellung, dass regulatorische Engpässe noch unüberwindbar sind. „Die Engpässe in der Bankenbranche lassen nach“, heißt es in dem Bericht, der auf eine wachsende Liste kryptofreundlicher Banken hinweist, die aktiv On-Chain-Infrastruktur in Fiat-Zahlungssysteme integrieren.
Gleichzeitig hat sich die Wettbewerbsfront für Emittenten vom reinen Marktanteil hin zur regulatorischen Positionierung verschoben, wobei führende Stablecoin-Unternehmen „darum wetteifern, nationale Treuhandlizenzen des OCC“ und andere Lizenzen zu erhalten, die sie fester innerhalb des US-Bankenperimeters verankern würden.
Entscheidend ist, dass das Papier Zahlungen nur als „den ersten Akt“ einordnet. Der wichtigere „zweite Akt“ wird nach Ansicht von a16z der Kredit sein.
„Die großangelegte Emission von Stablecoins wird einen neuen On-Chain-Kreditmarkt hervorbringen, der die Kapitalbildung außerhalb des traditionellen Bankensystems ermöglicht“, heißt es in dem Bericht. Er prognostiziert, dass On-Chain-Sicherheiten, Reputationssysteme und programmierbare Verträge einen parallelen Kredit-Stack untermauern werden, der auf den Stablecoin-Infrastrukturen aufbaut.
Schließlich betonen die Autoren, dass dies nicht nur eine Krypto-Geschichte, sondern eine geopolitische ist.
Stablecoins, so argumentieren sie, „stärken die Dominanz des Dollars“, indem sie den Zugang zum Dollar in jede App oder Wallet mit Internetverbindung exportieren und gleichzeitig Nutzern in Schwellenländern einen direkteren, zensurresistenteren Kanal zur US-Währung bieten, als dies ihre heimischen Banksysteme typischerweise tun.