
In einer kürzlichen Episode des Podcasts "All Things Markets" diskutierten die Co-Moderatoren Anthony Scaramucci und Mike Novogratz die drohende Quantenbedrohung.
Scaramucci verwies auf die besorgniserregenden Google-Erkenntnisse, wies aber schnell darauf hin, dass Schwergewichte wie Coinbase-CEO Brian Armstrong und MicroStrategys Michael Saylor bereits "daran arbeiten".
Für Novogratz, CEO von Galaxy Digital, ist die Technologie selbst nicht das primäre Hindernis; die eigentliche Herausforderung liegt in der Netzwerk-Governance.
"Die eigentliche Sache ist, die Bitcoin-Core-Entwickler davon zu überzeugen, dass dies der Weg ist, den wir alle einschlagen sollten, weil er existenziell für Bitcoin ist", erklärte Novogratz. "Ich denke, es wird passieren. Ich bin froh, dass diese Leute alle dran sind."
Ein vollständig realisierter Quantencomputer, der Algorithmen zur Überwindung aktueller kryptografischer Standards ausführen könnte, würde theoretisch alle bestehenden Bitcoin-Wallets offenlegen, doch Novogratz wies die Panik als verfrüht ab.
Das Bitcoin-Netzwerk ist vollständig softwarebasiert und kann über einen Community-Konsens aktualisiert werden, lange bevor Quantenhardware diese kritische Schwelle erreicht.
"Ich denke, in gewisser Weise hilft das Bitcoin", sagte Novogratz. "Die Leute sind doch nicht dumm, oder? Es werden quantenresistente Änderungen am Code vorgenommen, sobald dies relevant wird. Und so denke ich, dass mehr Wirbel darum gemacht wird, als nötig wäre."
Entwickler und die Milliarden von Dollar an institutionellem Kapital, die das Netzwerk derzeit unterstützen, würden nicht einfach zulassen, dass ein Quantencomputer die Blockchain zerstört, so Novogratz.
"Es wäre das nihilistischste auf dem Planeten zu sagen, wir ändern den Code nicht", erklärte er. "Und deshalb glaube ich, dass sie den Code ändern werden."
Novogratz hat festgestellt, dass Bitcoin derzeit in einem geringvolumigen Haltebereich zwischen Käufern und Verkäufern feststeckt.
Er betonte jedoch, dass der massive Rückgang auf 60.000 Dollar die schwachen Hände des Marktes in einem, wie er es nannte, "Liquiditätsabverkauf" ausgespült hat.
Novogratz bleibt weiterhin sehr optimistisch bezüglich der institutionellen Adoption durch Giganten wie Morgan Stanley und BlackRocks Larry Fink. Die Anlageklasse fühlt sich derzeit weniger aufregend an, zeigt aber starke Anzeichen für einen Boden. "Wenn es über 80 [Tausend] hinausgeht, dann werden Sie sehen, wie ich so mache", sagte er und spannte für die Kamera die Muskeln an. "Doppelter Bizeps, breites Grinsen."