
Der Kongress hat ein wichtiges Krypto-Marktgesetz vorangetrieben, das der CFTC neue Befugnisse über digitale Rohstoffe verleihen würde, trotz neuer Bedenken hinsichtlich der Personalausstattung und Finanzierung der Behörde.
Tonantzin Carmona, Fellow bei Brookings, hat gewarnt, dass der Digital Asset Market Clarity Act ein großes Regulierungssystem schaffen könnte, ohne seiner Hauptaufsichtsbehörde genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um es zu betreiben. Ihre Sorge konzentriert sich auf die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), die gemäß dem Gesetz die Hauptregulierungsbehörde für den Spot-Handel der meisten digitalen Rohstoffe werden würde.
Die Gesetzgebung, bekannt als CLARITY Act oder H.R. 3633, wurde im Juli 2025 vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Der Bankenausschuss des Senats hat die Maßnahme am 14. Mai 2026 nach parteiübergreifenden Verhandlungen über Regeln für digitale Vermögensmärkte weitergeleitet.
Befürworter des Gesetzes sagen, es würde jahrelange Konflikte zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der CFTC bezüglich der Krypto-Aufsicht beenden. Kritiker, einschließlich Carmona, sagen, der Kongress könnte eine der größten neuen Finanzmarkt-Aufgaben seit Jahren einer Behörde mit begrenztem Personal übertragen.
Gemäß den Haushaltsunterlagen der CFTC belief sich der genehmigte Haushalt der Behörde für das Geschäftsjahr 2026 auf etwa 365 Millionen US-Dollar. Die Behörde beantragte später 410 Millionen US-Dollar und 650 Vollzeitäquivalente Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2027.
Carmona hat argumentiert, dass diese Zahlen wichtig sind, da der CLARITY Act erhebliche Teile der Aufsicht über Krypto-Spot-Märkte an die CFTC verlagern würde. Sie verglich das Ausmaß der neuen Aufgaben mit wichtigen Finanzregulierungen nach der Krise, wobei sie anmerkte, dass die Behörde noch nie mit derselben auf den Einzelhandel ausgerichteten Struktur wie die SEC operiert hat.
Der Haushalt der SEC ist weiterhin wesentlich größer als der der CFTC. Dieser Vergleich ist in der Debatte zentral geworden, da das Gesetz die Rolle der SEC in vielen Krypto-Märkten reduzieren und der kleineren Rohstoffregulierungsbehörde ein neues Mandat geben würde.
Gemäß dem CLARITY Act würde die CFTC die ausschließliche Befugnis über Spot-Transaktionen mit digitalen Rohstoffen erhalten. Krypto-Börsen, Broker, Händler und Verwahrer, die diese Vermögenswerte handhaben, müssten sich bei der Behörde registrieren.
Das Gesetz gibt den Regulierungsbehörden 360 Tage Zeit, um die Regelerstellung abzuschließen. Es legt auch ein Inkrafttreten der Registrierungsanforderungen nach 270 Tagen fest, wie im Gesetzgebungsrahmen des Vorschlags beschrieben.
Der Bankenausschuss des Senats erklärte, das Gesetz sei darauf ausgelegt, klare Regeln für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Die Republikaner des Ausschusses, angeführt von Vorsitzendem Tim Scott, beschrieben die Änderung als einen Schritt hin zu einer nationalen Marktstruktur für Krypto.
Carmonas Kritik konzentriert sich auf den Unterschied zwischen Derivatemärkten und Krypto-Spot-Märkten. Die CFTC hat seit langem Futures, Swaps und Optionen überwacht, die hauptsächlich von professionellen und institutionellen Händlern genutzt werden.
Krypto-Spot-Märkte involvieren viele Privatanleger. Die Forschung von Brookings hat gewarnt, dass Krypto-Märkte mit einem hohen Anteil an Privatanlegern Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes aufwerfen, einschließlich Betrug, Manipulation und Anlegerverlusten.
Die SEC hat den Schutz von Kleinanlegern historisch durch Offenlegungsvorschriften, Durchsetzungsprogramme und Anlegerbildung gehandhabt. Carmonas Argument ist, dass diese Funktionen nicht automatisch auf die CFTC übergehen, nur weil der Kongress die rechtliche Bezeichnung für Krypto-Assets ändert.
Der vorgeschlagene Rahmen würde viele Krypto-Assets als digitale Rohstoffe behandeln und sie somit der Hauptaufsicht der SEC entziehen, sobald sie die Bedingungen des Gesetzes erfüllen.
Diese Klassifizierung würde Vermögenswerte wie Bitcoin, Ether, Solana und XRP betreffen, falls die Regulierungsbehörden die vorgeschlagene Taxonomie in den endgültigen Regeln anwenden. Für Krypto-Unternehmen bietet das Gesetz einen klareren Weg zur Registrierung.