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Chefökonom von Circle erwägt höhere USDC-Zinsen auf Aave nach KelpDAO-Auswirkungen
Der Chefökonom von Circle, Gordon Liao, hat einen Governance-Vorschlag eingebracht, um die USDC-Leihzinsen auf dem Ethereum Core-Markt von Aave stark anzuheben, um frische Liquidität in einen durch den KelpDAO-Fall belasteten Pool zu bringen. Die Idee stieß auf Widerstand seitens der Aave-Community, die warnte, dass höhere Zinssätze die Liquidationen für bereits belastete Kreditnehmer beschleunigen könnten.
2026-04-23 Quelle:theblock.co

Eine Führungskraft von Circle drängt auf eine deutliche Erhöhung der USDC-Zinssätze auf Aave, da das Lending-Protokoll nach dem 292 Millionen Dollar schweren KelpDAO rsETH-Exploit mit einer Liquiditätskrise kämpft.

Gordon Liao, Circles Chefökonom, veröffentlichte einen Aave Request for Comment (RFC), der eine Neukalibrierung der USDC-Kreditparameter auf Aave v3 Ethereum Core vorschlägt, nachdem der Markt vier Tage lang „im Wesentlichen vollständig ausgelastet“ war.

Er schlug vor, „Slope 2“ als Zwischenschritt auf 40 % zu erhöhen, mit einem Ziel von 50 %, und die optimale Auslastung zu senken, um neue Einlagen anzuziehen und den Pool wieder unter seinen Stresspunkt zu bringen. 

Mögliche Lösung für Aaves Liquiditätsengpass

Liaos Argument ist einfach: Der aktuelle Zinssatz ist zu niedrig, um den Markt zu bereinigen.

Bei etwa 14 %, so schrieb er, sei der Pool weiter geschrumpft, weil Rückzahlungen fast Dollar für Dollar durch Warteschlangen von Abhebungen aufgesogen werden, anstatt nutzbare Liquidität wiederherzustellen.

Der Stress geht auf die KelpDAO-Krise zurück.

Diese Woche berichtete The Block, dass der 292 Millionen Dollar schwere Exploit eine breitere Debatte über die DeFi-Sicherheit ausgelöst hat, nachdem der rsETH-Vorfall Kaskadeneffekte über Aave und andere Plattformen hinweg ausgelöst hatte. Die Folgen haben Ethereum und das größte DeFi-Kreditprotokoll mit potenziellen Problemen durch faule Kredite zu kämpfen.

Seitdem haben On-Chain-Analysten starke Abhebungen und anhaltenden Auslastungsdruck auf den Kernmärkten verfolgt. Die Daten von The Block zeigen nun, dass Aaves Gesamtwert der gesperrten Vermögenswerte (TVL) bei rund 15,3 Milliarden US-Dollar liegt, ein starker Rückgang gegenüber Werten von über 45 Milliarden US-Dollar vor dem Vorfall.

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Liaos Vorschlag versucht, das Problem durch den Preis und nicht durch Intervention zu lösen.

Seiner Ansicht nach ist der einzige wirksame Hebel, den USDC-Pool von Aave so attraktiv zu machen, dass externes Kapital hereinströmt, wenn Kreditnehmer vorübergehend unempfindlich gegenüber höheren Zinssätzen sind, weil sie einfach blockierte Positionen verlassen wollen.

Er argumentierte, dass ein Einlagezins von 40 % bis 50 % unter Stressbedingungen USDC „innerhalb weniger Stunden“ anziehen sollte.

Gegenargument

Nicht jeder ist überzeugt.

Das Community-Feedback im Forum wandte sich schnell dem Liquidationsrisiko zu.

Eine Delegierten-Analyse, die als Antwort auf den Vorschlag geteilt wurde, ergab, dass die Zielkurve unter gestresster Auslastung etwa 70,1 Millionen Dollar an materiellem Schuld über 30 Tage näher an die Liquidation bringen könnte, wobei eine große Wallet den größten Teil des Risikos ausmacht.

Diese Ansicht bildet den Kern des Einspruchs.

Eine steilere Zinskurve mag Liquidität anziehen, erhöht aber auch die Kreditkosten für Nutzer, die bereits im System gefangen sind.

Kritiker sagen, dass dies den Schmerz von Kreditgebern, die in einer Abhebungswarteschlange feststecken, auf Kreditnehmer verlagern könnte, die mit dünnen „Health-Factor“-Polstern operieren.

Der Vorschlag hat auch eine zweite Beschwerde ausgelöst: warum Circle als Emittent von USDC versucht, den Pool seines Flaggschiff-Stablecoins durch Governance-Anreize statt durch direkte Liquiditätsunterstützung zu reparieren.

Bemerkenswerterweise fügte Liao sorgfältig hinzu, dass der Beitrag „nur persönliche Ansichten widerspiegelt und nicht die von Circle vertritt.“

Diese Kritik ist jedoch schärfer, da Circle bereits in diesem Monat genau unter die Lupe genommen wurde, nachdem es sich entschieden hatte, USDC im Zusammenhang mit dem Drift-Exploit nicht einzufrieren – eine Entscheidung, die das Unternehmen damals mit rechtlichen und operativen Gründen verteidigte.

KelpDAO-Gelder in Bewegung

Die breitere KelpDAO-Geschichte ist auch noch in Bewegung.

Der On-Chain-Analyst EmberCN sagte, der Angreifer habe nun fast alle 75.700 ETH, die noch unter seiner Kontrolle waren – im Wert von etwa 175 Millionen Dollar – innerhalb von etwa anderthalb Tagen, hauptsächlich über THORChain, in Bitcoin getauscht.

Dieselbe Aktivität generierte ein THORChain-Volumen von etwa 800 Millionen Dollar und etwa 910.000 Dollar an Gebühren, so der Analyst.


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