
Andreessen Horowitz hat sich in den wachsenden Kampf um US-Prognosemärkte eingeschaltet.
Die Risikokapitalfirma unterstützt die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gegen staatliche Bemühungen, Plattformen wie Kalshi und Polymarket einzuschränken.
Der Streit dreht sich darum, wer Ereigniskontrakte regulieren soll. Staaten argumentieren, dass einige Kontrakte Glücksspielen ähneln. Die CFTC und a16z vertreten die Ansicht, dass bundesstaatlich regulierte Märkte nicht in jedem Staat separaten Verboten unterliegen sollten.
a16z reichte ein Schreiben bei der CFTC ein als Antwort auf den Regulierungsfindungsprozess der Behörde bezüglich Prognosemärkten. Die Firma erklärte, dass staatliche Maßnahmen, einschließlich Unterlassungserklärungen und rechtliche Drohungen, Nutzer von Märkten blockieren könnten, die vom Bundesregulierer überwacht werden.
Die Firma argumentierte, dass Börsen Liquidität verlieren könnten, wenn sie Nutzer nach Bundesstaaten blockieren müssen. Sie schrieb: „Gezwungen zu sein, unparteiischen Zugang zu verweigern“, würde wahrscheinlich die verfügbare Liquidität in den betroffenen Märkten reduzieren.
Die CFTC hat Klagen gegen mehrere Staaten eingereicht, darunter Illinois, Arizona, Connecticut, New York und Wisconsin. Die Behörde behauptet, diese Staaten versuchten, Märkte zu regulieren, die unter bundesstaatliche Aufsicht fallen.
Staatsbeamte haben sich gewehrt. Sie sagen, dass Plattformen, die Kontrakte im Zusammenhang mit Sport, Wahlen und anderen Ereignissen anbieten, wie Glücksspielunternehmen agieren könnten. a16z lehnte diese Ansicht ab und sagte, die CFTC solle entscheiden, wie „Gaming“ unter dem Rohstoffrecht angewendet wird.
Inzwischen kommt der Kampf auf, während der Kongress auch Maßnahmen zum Handel mit politischen Ereignissen ergreift. Der US-Senat stimmte einstimmig dafür, Senatoren und Mitarbeitern den Handel auf Prognosemärkten, einschließlich Plattformen wie Kalshi und Polymarket, zu untersagen.
Kalshi erklärte, dass es Mitglieder des Kongresses bereits davon abhält, seine Plattform zu nutzen. Das Unternehmen nannte die Senatsabstimmung „einen großartigen Schritt zur Stärkung des Vertrauens in die Märkte.“ Das Verbot spiegelt die Besorgnis wider, dass Gesetzgeber und Mitarbeiter Zugang zu Informationen haben könnten, die anderen Händlern nicht zur Verfügung stehen.
a16z ist auch tiefer in die Kultur der Prognosemärkte durch Medien eingetaucht. Die Firma hat „Monitoring the Situation“ unterstützt, einen 24/7-Livestream auf X, der mit der Polymarket-Kultur und Echtzeit-Online-Nachrichten verbunden ist.
Dieser Medienvorstoß zeigt, wie Prognosemärkte nun im Mittelpunkt einer breiteren Debatte stehen. Die Plattformen hosten nicht nur Trades auf zukünftige Ereignisse. Sie prägen auch, wie Nutzer Politik, Sport, Krypto und Eilmeldungen verfolgen.